Protest gegen den Braunkohle-Abbau in NRW

Aachen.   Die Proteste im rheinischen Braunkohlenrevier für einen Ende des Braunkohleabbaus sind gestern fortgesetzt worden. Mehrere Tausend Demonstranten haben am Samstagmittag begonnen, eine Menschenkette zu bilden. Die „Rote Linie gegen Braunkohle“ am Tagebau Hambach sei die „größte Demonstration aller Zeiten gegen die Braunkohle“ im rheinischen Revier, erklärten die Organisatoren, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace Deutschland und die Klima-Allianz Deutschland, ein Zusammenschluss von über 100 Umwelt- und Klimaschutzinitiativen und kirchlichen Gruppen.

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Die Proteste im rheinischen Braunkohlenrevier für einen Ende des Braunkohleabbaus sind gestern fortgesetzt worden. Mehrere Tausend Demonstranten haben am Samstagmittag begonnen, eine Menschenkette zu bilden. Die „Rote Linie gegen Braunkohle“ am Tagebau Hambach sei die „größte Demonstration aller Zeiten gegen die Braunkohle“ im rheinischen Revier, erklärten die Organisatoren, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace Deutschland und die Klima-Allianz Deutschland, ein Zusammenschluss von über 100 Umwelt- und Klimaschutzinitiativen und kirchlichen Gruppen.

Sie alle fordern einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle, auch durch ein Kohleausstiegsgesetz bis 2030. Gleichzeitig mahnen sie strukturpolitische Maßnahmen insbesondere für die Menschen und deren Arbeitsplätze in der Region an.

Man erwartete einen fröhlichen und friedlichen Tag ohne Rechtsverletzungen mit einem eindrucksvollen Signal gegen die Braunkohle, hieß es. Dazu sollten auch die mehreren tausend Demonstranten mit ihrer zwei Kilometer langen Kette beitragen.

Der Bundesvorsitzende des BUND, Hubert Weiger, kündigte an, dass der Ausstieg aus der Braunkohle ein zentrales Thema für den Bundestagswahlkampf werde. Er beklagte, dass die Braunkohle kaum zur heimischen Energiegewinnung beitrage, sondern der Strom massiv ins Ausland verkauft werde. Scharf kritisierte der BUND-Bundesvorsitzende die Bundesregierung, die jetzt auf Druck der bundesdeutschen Kohleländer eine von der EU-Kommission geplante Verschärfung der Klimaschutzpolitik blockieren wolle. Weiger: „Das ist das schlimmste Zeichen für einen Rollback der vergangenen Jahre.“

Auch die Anti-Braunkohlebewegung „Ende Gelände“ setzte ihren Protest mit Blockaden von Gleisen fort. „Nicht alles, was wir machen, ist legal, aber unbedingt legitim“, betont Janna Aljets, Sprecherin der Initiative, im WDR. Angesichts der massiven Zerstörungen durch den Tagebau und der Untätigkeit der Politik gebe es eine „moralische Pflicht“ zum zivilen Ungehorsam. Durch den Braunkohleabbau würden Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und die Belastung des Klimas verschlechtere auch die Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern.

Seit 1978 regt sich der Protest im rheinischen Braunkohlenrevier gegen den Abbau der Braunkohle, seit 1981 ist der BUND mit dabei. Der diesjährige Protest begann vor einer Woche mit einem Klimacamp der BUND-Jugend. Auch auf juristischem Wege wehren sich die Umweltschützer mit einer Klage gegen die Abholzung des Hambacher Forstes oder der Enteignung eines Grundstückes im Besitz des BUND im Abbaugebiet.

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