Verkehr

Über 400 Kilometer Stau auf NRW-Autobahnen

Symbolbild. Typisch November:  Auf den NRW-Autobahnen staute es sich am Montagmorgen zeitweise auf mehr als 400 Kilometern. Das gleiche steht am Nachmittag bevor.

Symbolbild. Typisch November: Auf den NRW-Autobahnen staute es sich am Montagmorgen zeitweise auf mehr als 400 Kilometern. Das gleiche steht am Nachmittag bevor.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Essen/Leverkusen.  Die neue Woche startete in NRW mit extrem viel Verkehr. Für den gesamten Tag wird für die Autobahnen mit insgesamt 800 Kilometern Stau gerechnet.

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Nasse Straßen, schlechte Sicht: Mehrere Unfälle haben am Montagmorgen für mehr als 20 Kilometer Stau alleine auf der Autobahn 3 zwischen Hünxe und Duisburg-Wedau gesorgt. Autofahrer mussten in Fahrtrichtung Köln mit etwa einer Dreiviertelstunde Verzögerung rechnen. Dort gab es aufgrund sehr viele kleinere Unfälle, wie eine Sprecherin der Polizei Düsseldorf sagte. Verletzte gab es demnach nicht.

Stau, Stau, Stau...: Der WDR meldete am frühen Montagmorgen insgesamt 400 Kilometer Stau auf den NRW-Autobahnen. Vielerorts mussten Pendler Geduld aufbringen - und am Nachmittag stehe dasselbe bevor, sagte Volker Gronau von der Verkehrsleitzentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW in Leverkusen. Die Hauptverkehrszeiten liegen zwischen 6.30 Uhr und 9 Uhr und am Nachmittag zwischen 15.30 Uhr und 18 Uhr.

Dass im November die Straßen besonders voll sind, sei typisch für diesen Monat, erklärte Gronau: „Das Wetter ist meist so schlecht, dass viele überhaupt erst ins Auto steigen. Und es sind erkennbar mehr Menschen auf den Straßen unterwegs, weil die wenigsten derzeit Urlaub machen“, sagte Gronau.

Typisches Problem: „Phantomstau“ auf den Autobahnen

Dunkelheit, schlechte Sichtverhältnisse und regnerisches Wetter führten auch dazu, dass viele Autofahrer vorsichtiger fahren, aber auch häufiger bremsten, sagt Volker Gronau von der Verkehrsleitzentrale. Dadurch entstehen vielfach „Phantomstaus“, bei denen sich einzelne Bremsmanöver auf einer Straße nach hinten hinaus verstärken und bis zum kurzzeitigen Stillstand des Verkehrs führen können, obwohl es eigentlich kein wirkliches Verkehrshindernis gebe.

Bei Straßen.NRW rechnet man für diesen Montag mit NRW-weit insgesamt 800 Kilometern Stau. Das liege deutlich über dem aufs Jahr gerechneten Tagesdurchschnitt von 250 Kilometern Stau auf den NRW-Autobahnen.

Im November gibt’s besonders viele Staus

Die Messmethoden von WDR und Verkehrsleitstelle würden sich jedoch in Details unterscheiden, sagte Gronau. Das führe dazu, dass man bei Straßen.NRW meist weniger Staus zähle als der WDR. Am Montagmorgen habe man 250 bis 300 Kilometer erfasst. Grundlage dafür seien die gut 2500 Messschleifen in den Autobahn-Fahrbahnen und die aktuellen Verkehrsmeldungen der Autobahnpolizei.

Noch den gesamten November müssten Autonutzer mit besonders vielen Staus rechnen, nicht nur auf den Autobahnen im Land - von montags bis donnerstags, sagte Gronau. „Freitags ist es meist etwas weniger Verkehr“. Im Laufe des Dezember würde sich die Staulänge dann spürbar senken. In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sei es dann meist vergleichsweise ruhig auf den Autobahnen. (dae)

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