Brandstiftung

Matratze angezündet - Brandstifter kommt in Psychiatrie

Ein 34-jähriger Bewohner eines Pflegeheims hat seine Matratze in Brand gesteckt - und soll nun in eine psychiatrische Klinik kommen.

Ein 34-jähriger Bewohner eines Pflegeheims hat seine Matratze in Brand gesteckt - und soll nun in eine psychiatrische Klinik kommen.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Bonn.   Ein Bewohner eines Pflegeheims in NRW hat seine Matratze angezündet - und Mitbewohner verletzt. Nun soll er in eine psychiatrische Klinik kommen.

Nach einem schweren Brand in einem Alten- und Pflegestift im nordrhein-westfälischen Kurort Nümbrecht hat das Bonner Landgericht am Donnerstag (27. Januar) die endgültige Unterbringung eines 34-jährigen Bewohners in einer psychiatrischen Klinik angeordnet.

Der Brandstifter habe im Zustand aufgehobener Schuldfähigkeit das Feuer gelegt, urteilt das Gericht nach vier Verhandlungstagen. Da er unter einer Impulskontroll-Störung leide, sei er in einer Einrichtung kaum führbar und für die Allgemeinheit sehr gefährlich. Der einstige Automobilkaufmann ist nach einer Hirnblutung im Alter von 21 Jahren ein schwerer Pflegefall und massiv eingeschränkt.

Brandstifter legte Feuer, nachdem er keine Prostituierte bekam

Am Abend des 9. August 2021 hatte er nach Feststellung des Gerichts in dem Heim seine Matratze angezündet, nachdem sein Vater erfolglos versucht hatte, eine Prostituierte für ihn zu besorgen. Das Feuer wurde rechtzeitig entdeckt - die zumeist bettlägerigen Bewohner konnten evakuiert werden.

Dennoch wurden 19 Personen leicht und drei Bewohner schwer verletzt. Einer musste in eine Klinik geflogen werden. Der Schaden betrug mindestens 100.000 Euro. (dpa)

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