Gericht

Loveparade-Prozess wird fortgesetzt

Wiredie Kammer um den Vorstizende Richter Mario Plein (Mitte) weiter verhandeln? Es sieht danach aus.

Wiredie Kammer um den Vorstizende Richter Mario Plein (Mitte) weiter verhandeln? Es sieht danach aus.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg.   Der Prozess um das Loveparade-Drama wird nun wohl doch fortgesetzt. Einer der Angeklagten will einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen.

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Das Gericht hatte die Einstellung des Loveparade-Prozesses vor zwei Wochen vorgeschlagen, weil die individuelle Schuld jedes Angeklagten klein oder höchstens mittelschwer sei. Doch aus dem Vorschlag wird wohl nichts werden: Der Berliner Anwalt Ioannis Zaimis erklärte gestern im Prozess in Düsseldorf, sein Mandant könne sich keine Einstellung des Verfahrens vorstellen, weder ohne Auflagen noch mit einer Geldzahlung. Der Sicherheitsbeauftragte des Veranstalters Lopavent will, dass bis zu Ende verhandelt wird, ob es zu einem Freispruch kommt, einer Verurteilung oder einer Verjährung.

Alle müssen zustimmen

Damit der Prozess eingestellt werden kann, müssen aber sowohl Staatsanwaltschaft als auch sämtliche Angeklagten zustimmen. Bis zum 5. Februar müssen sie sich dazu geäußert haben.

Gerichtssprecher Matthias Breidenstein erklärte auf Nachfrage, dass der Prozess theoretisch mit nur einem Angeklagten weitergeführt wird, falls alle anderen einer Einstellung zustimmten und er bei seiner Position bleibt.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg starben 21 Menschen, 652 wurden verletzt. Seit Dezember 2017 läuft der Strafprozess gegen sechs Bedienstete der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent.

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