Videocast-Sendung #51

Essener Klinikchef: Europa braucht neue Corona-Medikamente

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 51

Essener Klinikchef: Europa braucht neue Corona-Medikamente

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Essen.   Im Videocast: Erste Erfolge mit Antikörpern in den USA- Erkärungsversuche, warum China in der Pandemie deutlich besser dasteht.

Um Corona in den Griff zu bekommen, sollte stärker nach neuen „alternativen Behandlungsmethoden“ mit Antikörpern gesucht werden. Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, verwies in der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite“, darauf, dass es in den USA dafür bereits Notfallzulassungen gebe.

 

Ein entsprechender Prozess bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA laufe aber noch nicht, so Werner, der das für ein Versäumnis hält. Denn bei einer Studie an 965 Personen sei „nachgewiesen worden, dass das Risiko einer Covid-19-Erkrankung bei Pflegeheimbewohnern durch die Antikörpertherapie erheblich gesenkt werden konnte“, so der Mediziner. Antikörper „können in ausgewählten Fällen offensichtlich dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs zu senken“.

Wo China besser aufgestellt ist

Der Chef des Bankhauses Hauck & Aufhäuser, Michael Bentlage, verwies in der Sendung auf Erfahrungen in China. Die älteste Privatbank Deutschlands gehört inzwischen zum Fosun-Konzern aus China – von seinen Kollegen dort hört Bentlage: „Die Restaurants sind voll, die Ferienanlagen auch.“ Die Chinesen seien vor allem bei der Digitalisierung in vielen Bereichen weiter als Deutschland: „Künstliche Intelligenz hilft ihnen, die Krise besser zu bekämpfen“, so der Vorstandschef.

Wieler nennt Zahl von 50.000 Corona-Toten "unfassbar"
Wieler nennt Zahl von 50.000 Corona-Toten "unfassbar"

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Montag, den 25. Januar, als Talk-Gast dabei: „Stern-TV“-Moderator Steffen Hallaschka. Los geht es wie gewohnt um 10 Uhr, jeder kann via Zoom live teilnehmen – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Warum die Politik keinen Masterplan gegen Corona hat

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 50
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 50

Warum eigentlich hat man den Eindruck, dass Deutschlands politische Führung in der Corona-Krise nur Stückwerk hinbekommt. Die Antwort gibt Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite“: „Einen Masterplan hat einfach keiner in der Tasche“. Die Gefahr durch aggressive Coronavirus-Mutationen sei bisher noch nicht einschätzbar. Die Grünen-Politikerin betont aber auch, es sei ein „planbarer Fahrplan“ aus der Pandemie nötig, auf den sich die Bürger einstellen könnten.

Mit Blick auf die schwer einschätzbaren Gefahrenfaktoren durch Mutationen verteidigte die Senatorin für Wissenschaft und Forschung die „präventiven“ Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz. Als deren „Herzstück“ bezeichnet Fegebank die Einschränkung der beruflichen Mobilität durch Ausweitung von Homeoffice.

Wucherpreise für FFP2-Masken

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, kritisiert in der Sendung Wucherpreise für FFP2-Masken. Er habe schon Angebote für 20 Euro gesehen – pro Stück. „Da wird mit der Angst der Leute gespielt“, so Werner. „Froh“ ist er daher, dass die jüngsten Corona-Beschlüsse auch die Verwendung von OP-Masken im öffentlichen Raum zulassen. Bei einer ausschließlichen Verwendung von FFP2-Masken bundesweit wäre es bei diesen „in den Krankenhäusern, auch auf den Covid-Stationen, unweigerlich zu Mangelsituationen gekommen“, so der Mediziner.

Merkel: Lockdown zahlt sich aus
Merkel: Lockdown zahlt sich aus

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Freitag, den 22. Januar: Michael Bentlage, Vorstandschef des Bankhauses Hauck & Aufhäuser. Die Sendung startet live wie immer um 10 Uhr, jeder kann via Zoom dabei sein – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 49/ Klinikleiter enttäuscht: Essener Uniklinik stoppt Impfungen

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 49
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 49

Nach nur zwei Tagen ist schon wieder Schluss: „Wir müssen die Impfungen an der Klinik erstmal aussetzen, weil kein Impfstoff verfügbar ist“, berichtet der Chef des Essener Uniklinikums, Professor Jochen Werner, in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite.“ Damit steht sein Haus beispielhaft für die Lage im Land: „Der Engpass betrifft Gesamtdeutschland“, so Werner.

Für das Klinik-Personal sei die Pause eine „sehr schwierige Situation“ – denn „unser Impfstart vor zwei Tagen hatte vielen Hoffnung gegeben“. Werner erwartet, die Immunisierungen Anfang Februar wieder aufnehmen zu können.

Virus-Mutation wird sicher und rasch auch nach NRW kommen

Erfreut ist der Klinikchef, dass sich bei der Abnahme der Infektionszahlen „der Trend fortsetzt“: Das RKI registriert bundesweit mit 15.974 neue Fällen binnen 24 Stunden 3626 weniger als am Mittwoch der Vorwoche. Werner warnt jedoch vor einer Ausbreitung der infektiöseren Variante des Coronavirus, die zuerst in England auftrat: Dies sei „nur eine Frage der Zeit“ – zumal Essen nicht weit von den Niederlanden entfernt liege, wo die Mutation bereits stärker verbreitet ist. Hoch bleibt die Zahl der vom RKI im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldeten Todesfällen, die mit 1148 um 88 über dem Mittwochswert der Vorwoche liegt.

Nachhaltigkeit ist ein Mega-Trend für Investitionen

Nachhaltigkeit ist als Megatrend „in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, sagt der globale Ve rtriebschef der Fondsgesellschaft DWS, Dirk Görgen, in der Sendung. Seine Prognose: „Niemand wird sich entziehen können.“ Görgen fordert, in Deutschland eine „Investmentkultur zu leben“ und in Aktien zu investieren, denn: „Der Zins ist weg.“ Eine weitere Alternative zum Sparbuch ist für ihn „Betongold“. Bei Pflegeimmobilien sei die Nachfrage seitens privater Kapitalanleger derzeit trotz Pandemie „sehr hoch“, berichtet Karl Reinitzhuber, Chef von Carestone, dem Marktführer in diesem Bereich. Das liege auch am zu geringen Angebot an altersgerechten Wohnungen – auf 300.000 schätzt Reinitzhuber den Bedarf an Neubauten in den kommenden zehn Jahren. „Wir produzieren den VW-Golf der Pflegeimmobilie“, so der Carestone-Chef.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Donnerstag, den 21. Januar, als Talk-Gast dabei: Katharina Fegebank, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin. Los geht es wie gewohnt um 10 Uhr, jeder kann via Zoom live teilnehmen – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 48/ Chef der Essener Uniklinik: 50er-Inzidenz ist Feigenblatt

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 48
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 48

Kritik am starren Inzidenzwert von 50 übt der Chef der Essener Universitätsklinik, Professor Jochen Werner. Die Digitalisierung bringe den Gesundheitsämtern bereits „enorme Erleichterungen“ bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten, sagt Werner im Videocast „19 – die DUB Chefvisite. Es könne nicht sein, dass diese Verbesserungen „keinerlei Einfluss auf den uns täglich vorgehaltenen Orientierungswert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwoh ner über sieben Tage haben“.

Bund will Lockdown bis Mitte Februar verlängern
Bund will Lockdown bis Mitte Februar verlängern

Dieser werde „wie eine Monstranz“ herumgetragen und diene als „Feigenblatt“: „Es passt einfach nicht mehr“, so der Mediziner mit Blick auf den technischen Fortschritt in den Gesundheitsämtern. Diese erhielten zum Beispiel alle Labordaten seit Jahresbeginn elektronisch und nicht mehr per Fax. Unter anderem deswegen könne der Richtwert für die Nachverfolgung auch höher angesetzt werden.

In diesem Zusammenhang hält es der Klinikchef für „bedenklich“, dass die gestrigen RKI-Zahlen „möglicherweise nicht komplett“ waren. Die Werte hatten einen spürbaren Rückgang der Neuinfektionen gezeigt, es könnte aber eine Datenpanne gegeben haben.

Aktuell meldet die Behörde bundesweit 11.369 neue Fälle, 1433 weniger als am Dienstag der Vorwoche. Das RKI berichtete zudem von 989 weiteren Toten im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus binnen 24 Stunden.

Boomende Börse bei darbender Wirtschaft: die Gründe

„Es ist viel Geld unterwegs“, sagt der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank für Privat und Firmenkunden, Dr. Ulrich Stephan, in der Sendung. Ursache seien extrem niedrige Notenbank-Zinsen und große Konjunkturpakete. Damit erklärte Stephan das scheinbare Paradox von darbender Wirtschaft und boomenden Börsen. Der Industrie gehe es „verhältnismäßig gut“, „Stay at Home“-Aktien von Corona-Gewinnern seien zudem „in unglaubliche Höhen geschossen“.

Trotz hoher Staatsausgaben und -schulden in der Krise erwartet Stephan derzeit keine Inflationswelle: „Da muss keiner Angst haben.“ Auch ein Währungsschnitt stünde nicht an.

FFP2-Masken: Wissenswertes und Tipps zum Gebrauch
FFP2-Masken: Wissenswertes und Tipps zum Gebrauch

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Start ist immer um 10 Uhr, dabei sein kann jeder via Zoom – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 47/ Essener Uniklinik-Chef gegen rasche Lockdown-Verschärfung

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 47
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 47

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, warnt vor voreiligen Pandemie-Maßnahmen und lehnt zum Beispiel eine Ausgangssperre ab. Der Grund: „Es ist ein Trend zu erkennen, dass die Infektionszahlen zurückgehen“, sagt Werner In der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite. „Die Maßnahmen greifen jetzt“, so der Mediziner mit Blick auf aktuelle Daten.

Beim Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag sollte die Politik daher von raschen Verschärfungen absehen – falls sich infektiösere Coronavirus-Mutationen etwa aus England nicht auch in Deutschland rasch ausbreiten sollten.

Das RKI meldet mit bundesweit 7141 Neuinfektionen 5356 Fälle weniger als am Montag der Vorwoche, der niedrigste Wert seit dem 20. Oktober – „das lässt hoffen“, betont Werner. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus sinkt laut RKI im Wochenvergleich um 129 auf 214.

Geimpfte werden Freiheiten und Rechte wieder einfordern

Klinikchef Werner erwartet, dass mit Fortschreiten der Covid-Impfungen eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ entstehen wird. „Irgendwann werden 20, 30 oder 40 Millionen Menschen geimpft sein und ihre Rechte einfordern“: Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Restaurantbesuch, Flug in den Urlaub. Daher fordert Werner „schon jetzt eine klare Linie und eine vorab definierte Zielerreichung, ab wann Beschränkungen für wen aufgehoben werden.“ Das Thema sei „zentral für die Glaubwürdigkeit der Politik“.

China wird nie irgendein Corona-Schuldeingeständnis ablegen.

Dass Peking wegen der späten Informationen über den Virusausbruch in Wuhan Schadenersatz zahlt, hält der China-Kenner Marcel Grzanna für „utopisch“. Auch wenn jetzt ein Team der Weltgesundheitsorganisation WHO den Ursprung des Coronavirus im Land untersuche, werden die Experten „nach einem Jahr nicht mehr viel nachvollziehen können“, sagt der Buchautor in der Sendung. Der chinesischen Führung gehe es dabei eher um „Imagepflege“. Denn 2020 habe es „einen Wendepunkt in der weltweiten Wahrnehmung der Diktatur“ gegeben, so Grzanna.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Dienstag, den 19. Januar, geht es wie gewohnt um 10 Uhr los, jeder kann via Zoom live dabei sein – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 46 / Tübingens grüner OB Boris Palmer beklagt "kopflose" Lockdown-Debatte

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 46
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 46

Eine „kopflose Debatte über härtere Maßnahmen“ kritisiert Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen. „Viele Todesfälle werden auch durch den Lockdown nicht verhindert“, sagt der Grünen-Politiker In der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite. Palmer findet es „verräterisch, dass nur über schärfere und nicht über wirksamere Maßnahmen“ gesprochen werde.

Es gebe zum Beispiel „keine Belege“ für eine erhöhte Infektionsrate in Deutschland durch die zuerst in England aufgetretene Coronavirus-Mutation. Trotzdem gehe es bereits jetzt um eine Verlängerung des Lockdowns bis März – „nur aufgrund einer Vermutung“.

Grundschulen und Kitas wieder öffnen!

Palmer verurteilt die aktuelle Fokussierung: „Kitas und Grundschulen müssen geöffnet werden“, lautet seine Forderung. Die Gefahr durch Corona sei für Kinder eher gering – ohne Kontakte drohten aber insbesondere sozial Benachteiligten „Verwahrlosung oder sogar Missbrauch“.

Für ältere Schüler hält er Unterricht per Video für angemessen. Der Infektionsschutz müsse vor allem „da ansetzen, wo das Risiko sitzt“: in Alten- und Pflegeheimen. Diesen empfiehlt Palmer eine „konsequente Teststrategie“. Sie sollten ohne Test „niemanden reinlassen“.

Alarmierende Sterbezahlen

Für „alarmierend“ hält der Chef der Universitätsmedizin Essen, Professor Jochen Werner, die jetzige Covid-Todesrate in Deutschland. Auf eine Million Einwohner gerechnet liege diese über der in den USA und dem EU-Durchschnitt. „Wir müssen mit Leistungen statt mit Worten glänzen“, fordert Werner in der Sendung. Binnen 24 Stunden registrierte das RKI 1113 weitere Tote im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus – insgesamt sind es nunmehr „nahezu 45.000“, so Werner.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Die Sendung startet immer um 10 Uhr, via Zoom kann jeder live zuschauen – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 45 / Corona-Mutation - Nun hilft nur noch: Impfen, was geht

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 45
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 45

Für den Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, ist neben der Impfung die Vermeidung von Treffen mit anderen die „einzige Waffe“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie: „Massive Kontaktreduktion – so schwer es auch fällt“, rät er In der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite.

Vor allem sorgt sich der Mediziner um die mögliche Ausbreitung der neuen Virus-Variante B.1.1.7, die zuerst in England auftrat und nun auch in Deutschland nachgewiesen ist. „Da muss man schon wirklich positiv denken, um nicht anzunehmen, dass auch wir vor einer weiteren Zunahme der Corona-Infektions- und Erkrankungsrate stehen“, warnt Werner. Daher gelte auch: „Impfen, was geht – aber definitiv ohne Impfpflicht.“

Wie geht es weiter mit den Innenstädten, wenn die Geschäfte pleite sind?

Angesichts des wahrscheinlich verlängerten Lockdowns sorgt sich der hessische Landtagsabgeordnete Dirk Bamberger auch um verödende Innenstädte und schließende Ladengeschäfte. „Amazon steht symbolisch für diese Entwicklung“, sagt der CDU-Politiker aus Marburg in der Sendung. Er hat eine E-Mail an Konzernchef Jeff Bezos geschrieben, um Lösungen zu suchen – und gestern auch ein Gesprächsangebot erhalten. Aus Bambergers Sicht können die Fußgängerzonen künftig nur mit „Erreichbarkeit, Komfort, Parkplätzen und Wi-Fi an jeder Ecke“ gegen den Onlinehandel punkten.

Nils Seebach, Experte für digitale Geschäftsmodelle, fordert: „Disneyland in der Innenstadt – das ist unsere Aufgabe!“ Fußgängerzonen sollten zur „Inspirationsquelle“ für Käufer werden.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Freitag, den 15. Januar: Boris Palmer, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Tübingen, der dort einen kontroversen Corona-Kurs fährt. Los geht es wie gewohnt um 10 Uhr, jeder kann via Zoom live dabei sein– einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Essener Klinikchef hält Debatte um Impfpflicht für "Unsinn"

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 44
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 44

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, findet in der Debatte um eine mögliche Impfpflicht für Pflegekräfte oder Krankenhaus-Personal deutliche Worte. In der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite er Politiker vor Aktionismus: „Beendet die unsinnige Debatte um eine Impflicht! Wir dürfen nicht jeden Tag eine neue Sau durch Dorf treiben und so tun, als wäre alles andere erledigt“.

Debatte sorgt für Unruhe beim Personal

Die aktuelle Diskussion „bis hin zum Berufsverbot“ erzeuge Unruhe beim Personal von Pflegeeinrichtungen, warnt der Mediziner. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe erneut betont, dass es keinen Impfzwang geben werde: „Ich hoffe, das Thema ist damit endlich durch“, so Werner. Der Mediziner fordert eine konsequente Umsetzung der Corona-Teststrategie. Wichtig sei auch die Einhaltung aller Hygienevorschriften in Senioreneinrichtungen.

Die Krankenhäuser sind aus Sicht des Klinikchefs durch die vielen Covid-Erkrankten weiter „hoch belastet“ – Entwarnung geben kann er nicht: „Beunruhigend“ nennt Werner die Zahl von bundesweit 1060 Toten binnen 24 Stunden in Verbindung mit dem Coronavirus.

Kleinunternehmer und Beschäftigte im Homeoffice zunehmend unter Druck

Der Steuerberater Stefan Buschmann, der für Klienten viele Anträge auf Staatshilfe ausgearbeitet hat, berichtet in der Sendung von „wirtschaftlichen Depressionen“ bei Solo-Selbstständigen, etwa Künstlern oder Messebauern. „Für Kleinstunternehmer ist die Lage katastrophal“: Sein Aufruf an Betroffene: „Gehen Sie zum Steuerberater, nutzen Sie alle staatlichen Möglichkeiten!“ Gelder würden fließen, wenn auch mit zwei oder drei Monaten Verzögerung. Zunehmend lethargisch sind nach Einschätzung von Management-Berater Jens Vogt, Partner bei Heidrick Consulting, inzwischen auch viele Beschäftigte, die im Homeoffice arbeiten. Nach einer „Euphorie“ im ersten Lockdown „stellt sich nun Müdigkeit ein“, beobachtet der Experte. Manager müssten daher „mehr Stunden für Führungsarbeit“ und Mitarbeitermotivation aufwenden.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten.Start ist wie gewohnt um 10 Uhr, mitmachen kann jeder via Zoom – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Reisen als Corona-Hochrisiko: Mallorca im totalen Lockdown

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 43
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 43

„Bleiben Sie möglichst zuhause“: Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, appelliert dringend, in den Osterferien nicht zu verreisen. In unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite“ verweist Werner auf die „Urlauberinvasion“ über Weihnachten auf Mallorca, der nun der „unweigerliche Anstieg der Neuinfektionen“ folge.

Konsequenz: Auf der Ferieninsel sowie den gesamten Balearen sind Treffen im privaten Kreis vorerst bis zum 30. Januar sogar zuhause untersagt – Geschäfte und Gastronomie müssen schließen. Werner mahnt, den „internationalen Virenaustausch zu unterlassen“, auch mit Blick auf neue Corona-Mutationen.

Einschränkungen für Geimpfte nicht mehr haltbar

Die stellvertretende Vorsitzende des Europaparlaments, Nicola Beer, verwies in der Sendung auf die Folgen der Pandemie: „Wir sehen jetzt schon große und kleine Insolvenzen“, warnt die FDP-Politikerin. Beer rügt „unsinnige Schritte“, zum Beispiel, dass zurzeit Insolvenzen nicht angezeigt werden müssen. Dies könne zu einer Verschärfung der Pleitewelle führen. Der Staat dürfe „Altes nicht künstlich beatmen“ – nötig seien stattdessen die Stärkung der Infrastruktur, mehr Digitalisierung und der Abbau von Bürokratie, damit die Wirtschaft wieder Tritt fasse.

Die studierte Rechtsanwältin ist zudem überzeugt, dass die Einschränkung von Bürgerrechten nach einer Impfung juristisch „nicht mehr haltbar“ ist, wenn der Geimpfte niemand anderen mehr anstecken könne und „kein Risiko mehr ist“.

Allein in der Essener Uniklinik sind inzwischen insgesamt 217 Menschen an oder mit Covid-19, verstorben – „im Durchschnittsalter von 74 Jahren“, wie Krankenhauschef Werner berichtet. Seit gestern kamen zwei weitere Tote hinzu. Bundesweit registrierte das RKI 12.802 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und damit 905 mehr als am Dienstag der Vorwoche. Die Zahl der Todesopfer stieg laut der Behörde seit gestern um 891 auf nunmehr insgesamt 41.577.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gäste am Mittwoch, den 13. Januar: Steuerberater Stefan Buschmann und Jens Vogt von Heidrick Consulting. Los geht es wie gewohnt um 10 Uhr, jeder kann live mitmachen via Zoom – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 42/ Essener Impf-Arzt: Corona-Impfstoff überzeugt Pflegekräfte

19 – die DUB-Chefvisite / Folge 42
19 – die DUB-Chefvisite / Folge 42

Die Corona-Impfung überzeugt inzwischen auch skeptische Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen.„Überall sind Nachbestellungen da“, berichtet Dr. Stefan Steinmetz, der die Impfung in der Stadt Essen leitet in der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite“. Viele wollten nach der ersten nun auch rasche die zweite Impfung, „weil die Nebenwirkungsquote so gering ist“, so Steinmetz. Nach Verabreichung von rund 6000 Dosen hält der Mediziner den Schutz gegen das Coronavirus für besser verträglich als eine Grippeimpfung: „Ich habe keine Komplikationen festgestellt.“

Ende des Monats sind die Senioreneinrichtungen durchgeimpft

In Essen hat Steinmetz mit seinem Team bereits 40 von 76 Senioreneinrichtungen versorgt – die übrigen seien „sicher im Laufe dieses Monats durch“, zeigt er sich zuversichtlich. Am 1. Februar sollte dann die Behandlung der Über-80-Jährigen in den Impfzentren beginnen. Diese „dauert allerdings zwei bis drei Monate“, so Steinmetz: „Wir könnten schneller sein, wenn mehr Impfstoff da wäre.“

Der Mediziner warnt Arbeitgeber davor, mit Kündigungsdrohungen Druck auf ihre Mitarbeiter auszuüben und sie zur Impfung zu drängen: „Keine Impfpflicht“, betont er, „das würde die Impfbereitschaft zerstören.“ Steinmetz setzt vielmehr darauf, durch „Information und Aufklärung“ zu überzeugen.

Melde-Disziplin der Gesundheitsämter mäßig

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, rügt in der Sendung, dass trotz der „angespannten Pandemiesituation“ nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Zahlen melden. Dadurch seien die deutschen Daten montags immer noch verzerrt, obwohl China bereits vor genau einem Jahr vom ersten Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 berichtet habe. Bundesweit registrierte das RKI binnen 24 Stunden mit 12.497 Neuinfektionen 2650 Fälle mehr als am Montag der Vorwoche. Mit 343 Verstorbenen gab es in diesem Vergleich einen Zuwachs um 41. Im Universitätsklinikum Essen werden aktuell 115 Covid-19-Patienten versorgt, 48 davon auf der Intensivstation. Dort sind über das Wochenende weitere fünf Menschen am oder mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben.

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Folge 41/ Virologe: Kitas und Grundschulen schnell wieder öffnen!

Kitas und Grundschulen sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, fordert der Chefvirologe der Uniklinik Essen, Professor Ulf Dittmer: „Kleine Kinder sind keine effizienten Verbreiter“ des Virus, sagt Dittmer in der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite“. mit Blick auf aktuelle Studien. Unter den Schließungen „leiden vor allem die Kinder aus sozial schwachen Familien“, betont der Mediziner.

Virusmutation aus England: keine besondere Gefahr für Kinder
Virusmutation aus England: keine besondere Gefahr für Kinder

Weiterführenden Schulen mit älteren Kindern rät er zu Hygienekonzepten. Das Argument, eine Öffnung führe zu mehr Mobilität und damit zu mehr Infektionen, lässt Dittmer nur begrenzt gelten. Man müsse alle Folgen gegeneinander abwägen: „Und Bildung ist dabei ein hohes Gut“.

Covid 19 ist für Schwangere und ihr Kind besonders gefährlich

Der Virologe empfiehlt Frauen mit Kinderwunsch, sich „unbedingt“ so rasch wie möglich impfen zu lassen. Dittmer betont: „Es gibt keine biologischen Gründe dagegen.“ Gerade für Schwangere sei eine Covid-19-Erkrankung „sehr, sehr gefährlich“, wie mehrere Fälle im Essener Klinikum gezeigt hätten. Schwangere selbst sollten sich allerdings nur in enger Abstimmung mit ihrem Hausarzt impfen lassen. Dittmer warnt zudem davor, sich „im Freien in Sicherheit zu wiegen – gerade im Winter“. So gebe es zum Beispiel kaum UV-Licht, das die Erreger unschädlich machen könne. Sollte sich eine „infektiösere Variante“ wie die zuerst in England aufgetretene Mutation hierzulande stärker verbreiten, steige auch draußen die Gefahr, so Dittmer.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Montag, den 11. Januar: Dr. Stefan Steinmetz, der die Impfungen in der Stadt Essen leitet. Los geht es wie immer um 10 Uhr, jeder kann via Zoom live dabei sein – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 40 / Mutation: Uniklinik-Chef fürchtet „schwere dritte Welle“

´19 – die DUB-Chefvisite / Folge XL
´19 – die DUB-Chefvisite / Folge XL

Der Chef der Essener Uniklinik ist in Sorge: „Die Lage ist definitiv sehr ernst“: Professor Jochen Werner, befürchtet „verheerende Auswirkungen“, sollte sich die zuerst in England aufgetretene Mutation des Coronavirus auch in Deutschland ausbreiten. „Damit stiege die Gefahr einer schweren dritten Welle mit langfristigen Lockdowns und vielen Toten“, warnt Werner in unsere, Videocasts „19 – die DUB Chefvisite“.

Daher nennt er es „sehr bedauerlich“, dass „einzelne Bundesländer keine 24 Stunden nach der Vereinbarung vom Dienstag wieder Sonderwege ankündigten und Lockerungen einläuten“.

Widersprüche bei den Maßnahmen erschweren die Einhaltung

Über teils „absurde Regelungen“ in unterschiedlichen Bundesländern klagt Ulrich Becker, Chefredakteur der Südwestpresse aus dem baden-württembergischen Ulm, das direkt an der Grenze zu Bayern liegt. „Der Föderalismus verwirrt teilweise und mindert die Bereitschaft der Menschen, den Regeln zu folgen“, sagt Becker in der Sendung. Vorstöße wie den von Landeskultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), die Kitas und Schulen unabhängig von den örtlichen Infektionszahlen öffnen will, kritisiert er als „Wahlkampf mithilfe der Pandemie“. Dies sei „empörend und enttäuschend“. Baden-Württemberg wählt am 14. März einen neuen Landtag.

Bewegung bei den Neuinfektionen noch nicht eindeutig

Als „vielleicht ein gutes Zeichen“ wertet Klinikchef Werner, dass das RKI bundesweit mit 26.391 Neuinfektionen binnen 24 Stunden über 6000 Fälle weniger registriert hat als am Donnerstag der Vorwoche – wegen der Datenverzerrung durch die Feiertage „müssen wir das aber beobachten“, mahnt Werner. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus bleibt weiter über 1000 innerhalb von 24 Stunden und damit dramatisch hoch.

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Folge XXXIX/ Essener Klinikchef: Virus-Mutation Grund für hohe Zahlen?

„Wir wissen nicht, wie hoch die Dunkelziffer ist“: Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, fordert, die Ausbreitung der von England ausgehenden Mutation des Coronavirus in Deutschland schnell wissenschaftlich zu untersuchen. „Wir können mit den aktuellen Nachweisverfahren gar nicht wissen, ob und wo es sich bei uns schon verbreitet hat“, sagt Werner in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite“.

Eine schnelle Ausbreitung der B 1.1.7 genannten Variante könne aber „ein Grund für die aktuell hohen Infektionszahlen sein“, warnt der Mediziner.

Das große Sterben: Zahl der Todesfälle auf neuem Rekordwert

Im Uniklinikum Essen werden zurzeit 130 Patienten wegen Covid-19 behandelt, 46 davon auf der Intensivstation – 9 sind so schwer erkrankt, dass sie laut Werner ein maschinelles Lungenersatzverfahren benötigen. Seit gestern sind in seinem Haus weitere drei Patienten im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus verstorben. Bundesweit registrierte das RKI 1019 Sterbefälle – „die zweithöchste Zahl bis jetzt“, so der Klinikchef. Zudem wurden 21.237 Neuinfektionen registriert. Dieser Wert könne aber wegen der Verzerrung durch die Feiertage „erst nächste Woche besser beurteilt werden“, sagt Werner.

Dennoch spricht Werner von einer „sehr hohen Zahl“ und fordert wegen der dünnen Personaldecke, auch Medizinstudenten möglichst rasch zu impfen – sonst drohten Nachwuchsprobleme: „Medizin ist kein Fernstudium“, so der Professor, „da muss man mal jemanden anfassen.“

Marvin Droste, der an der Uni Duisburg-Essen Medizin studiert, sorgt sich in der Sendung um den praktischen Teil seiner Ausbildung: Diese sei „eigentlich ganz dicht am Menschen – jetzt sitze ich vor dem Computer“. Von einer „absoluten Ausnahmesituation“ bei Bestattern berichtet Jonas Miebach von der Funeria Trauerhilfe. Seine Befürchtung angesichts der vielen Todesfälle: „Geht das so weiter, kann es Lieferengpässen bei Särgen geben.“

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Los geht es wie gewohnt um 10 Uhr, jeder kann via Zoom live mitmachen – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge XXXVIII/ Doc Caro berichtet über Morddrohungen von Corona-Leugnern

´19 – die DUB-Chefvisite / Folge XXXVIII
´19 – die DUB-Chefvisite / Folge XXXVIII

Morddrohungen von Corona-Leugnern erhält die Leiterin der Notaufnahme der Uniklinik Essen, Dr. Carola Holzner, auf ihrer Facebook-Seite, wo sie als „Doc Caro“ über ihre Pandemie-Erfahrungen bloggt. „Beschimpfungen und einen Shitstorm in diesem Ausmaß habe ich nicht erwartet“, sagt Holzner In unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite“. Viele ließen sich von der Anonymität des Internets zu Beleidigungen verleiten, berichtet die Medizinerin. Sie spüre aber auch einen „unheimlich hohen Informationsbedarf“ und erfahre viel Zuspruch.

Holzner zeigt sich „irritiert“, dass sie als „Covid-Versorgerin an der Front“ zunächst keinen Termin für ihre Impfung erhalten habe. Dabei sei medizinisches Personal in der Impfkampagne genauso hoch priorisiert wie die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

Es mangelt bei der Organisation der Impfungen an zentraler Koordination

Der Offene Brief, den sie deswegen an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geschrieben hat, will sie als „Appell und Hilferuf“ verstanden wissen. Aus ihrer Sicht mangelt es angesichts der Rolle der Bundesländer bei der Umsetzung der Impfungen an zentraler Koordination: „Einer muss die Großschadenslage managen“, fordert Holzner in der Sendung. Eine schnelle Impfung wäre für sie auch ein Zeichen der Wertschätzung: „Wir sind mehr wert als Geklatsche, Schokolade und Streichwurst“, sagt Holzner mit Blick auf symbolische Geschenke, die medizinisches Personal statt eines finanziellen Bonus zum Teil erhalten habe.

In der Essener Notaufnahme sieht Holzner „trotz Lockdowns keine Entlastung“. Klinikchef Professor Jochen Werner betont, dass die aktuellen RKI-Daten durch die Feiertage verzerrt seien. So habe es „zwei Tage etwas weniger Todesfälle“ gegeben – nun aber meldet das RKI bundesweit weitere 944 Verstorbene im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus sowie 11.897 Neuinfektionen.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gäste am Mittwoch, den 6. Januar: Marvin Droste, Medizinstudent an der Uni Duisburg/Essen, und Jonas Miebach, Geschäftsführer der Funeria Trauerhilfe. Start ist wie immer um 10 Uhr – via Zoom kann jeder live dabei sein: Einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge XXXVII/ Essener Klinikchef: Lage in Intensiv-Station spitzt sich zu

´19 – die DUB-Chefvisite / Folge XXXVII