Innovation

Intelligente Laternen in Bochum melden freie Parkplätze

So könnte eine „Smart Pole“ aussehen. In Bochumer werden aber zunächst vorhandene Laternen genutzt, um die neue Technik umzusetzen.

So könnte eine „Smart Pole“ aussehen. In Bochumer werden aber zunächst vorhandene Laternen genutzt, um die neue Technik umzusetzen.

Foto: Lutz Leitmann

Bochum.   Intelligente Laternen sollen künftig in Bochum freie Parkplätze melden. Das Pilotprojekt startet 2019 im Ehrenfeld. Weitere Stadtteile folgen.

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Sie sollen den Parksuchverkehr mindern und Innovation in die Stadt bringen: Der Energiekonzern Innogy SE hat Bochum auserkoren, Pilotstadt für seine „Smart Poles“ zu sein. Die intelligenten Laternen können über eine App anzeigen, wo Parkplätze frei sind. Getestet werden die Leuchten zunächst im Ehrenfeld, anschließend in Langendreer und in der Hustadt.

Dabei greift Innogy auf die bestehende Infrastruktur der Stadtwerke zurück. Es werden keine neuen Laternen aufgestellt, sondern vorhandene um die Technik erweitert. Die Leuchten sollen ab dem ersten Quartal nächsten Jahres an den Start gehen.

16 intelligente Laternen im Ehrenfeld

„Wir investieren einen hohen sechsstelligen Betrag in das zweijährige Projekt“, sagte Innogy-Vorstand Hildegard Müller. Von den Stadtwerken kommt ein fünfstelliger Betrag – genauer wollte Geschäftsführer Dietmar Spohn nicht informieren.

Gestartet wird mit 16 Sensoren im Ehrenfeld; der erste Test läuft auf dem dortigen Park-and-Ride-Parkplatz. Die Sensoren erkennen freie Parkplätze und informieren Autofahrer über eine App auf dem Handy. Ein Sensor kann etwa 30 Parkplätze im Blick haben.

60 bis 100 Leuchten in den nächsten zwei Jahren

Zudem werden Wlan-Router in vier Leuchten installiert – 500 Personen gleichzeitig können sich einloggen. In Zukunft könnten zudem Umweltdaten und Bewegungsströme erfasst werden. Die Daten, das war allen Beteiligten der Projekt-Präsentation wichtig zu betonen, werden anonymisiert und landen nicht bei Innogy, sondern bei der Stadt Bochum.

„Es geht darum, diese Technologie auszuprobieren, sagte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Wir werden nicht auf Knopfdruck alle Laternen der Stadt aufrüsten.“ Insgesamt werden es 60 bis 100 Leuchten in den nächsten zwei Jahren sein.

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