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Hilfe für Flutopfer: Menschen bieten kostenlos Wohnungen an

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Was vielen Flutopfern in diesen Tagen fehlt, ist ein Dach über dem Kopf.

Was vielen Flutopfern in diesen Tagen fehlt, ist ein Dach über dem Kopf.

Foto: Oliver Berg / dpa

Essen.  Alexander Schramm half mit, dass auf dem Vermittlungsportal Airbnb kostenloser Wohnraum angeboten wird. Mehr als 500 Wohnungen stehen bereit.

Die Hilfsbereitschaft für die Flutopfer ist weiter riesig. Was vielen Betroffenen fehlt, ist ein Dach über dem Kopf, eine Bleibe für die nächsten Tage, die kommenden Wochen und Monate. Ein Umstand, der auch Alexander Schramm umtrieb. Seine Idee: ein Vermittlungsportal, auf dem kostenlos Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Sie ist umgesetzt: Mit Airbnb unterstützt ein großer Anbieter die Hilfe für die Flutopfer.

Herr Schramm, erzählen Sie doch mal...

Ich habe die furchtbaren Bilder vom Hochwasser gesehen. Wir haben dann mit Kollegen von der Uni zusammengesessen und nachgedacht, wie man den Leuten am besten helfen könnte. Ich lebe in München, stamme aber aus dem Sauerland, aus Attendorn, das ist zwar nicht direkt betroffen, aber auch nicht weit weg. Wir waren dann schnell bei dem Umstand, dass vielen Menschen eine Wohnung fehlt und sie nicht wissen, wie und wo sie Hilfe finden.

Sie haben dann einfach mal recherchiert und telefoniert.

Ja, genau. Aber ich habe feststellen müssen, dass es ein Vermittlungsportal für Betroffene, so wie es uns vorschwebte, nicht gibt. Und beim Katastrophenschutz bin ich immer auf der Mailbox gelandet.

Die Idee, ein eigenes Portal aufzubauen, haben Sie jedoch schnell verworfen.

Das hätte viel zu viel Zeit bei der Umsetzung erfordert. Deshalb habe ich angefangen, bei den gängigen Vermittlungsportalen und Plattformen nachzufragen, ob sie sich eine Unterstützung der Flutopfer vorstellen könnten. Zeitgleich habe ich die Idee über verschiedene Medien gestreut, um grundsätzliches Interesse zu wecken und auch, um ein bisschen Druck in der Sache aufzubauen. Dann hatte ich noch Kontakt zum Verein nebenan.de, der auf Nachbarschaftshilfe setzt. Das hat sehr geholfen.

Die Mühen scheinen sich gelohnt zu haben: Mittlerweile hat Airbnb ein solches Hilfsportal umgesetzt.

Ja, das ist ein schöner Erfolg für die vielen Flutopfer und auch für alle anderen wie mich, die sich um Hilfe bemüht haben. Unter Airbnb.org können Menschen kostenlos Wohnraum inserieren und Flutopfer können dort einfach und schnell Wohnraum finden.

Die Aktion ist gestartet, die ersten Wohnungen sind im Angebot.

Weit über 500 Wohnungen sollen bereitstehen. Das ist super. Jetzt hoffe ich noch, dass auch einzelne Zimmer dazukommen, um die Hilfe noch breiter aufzustellen.

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