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Sturm „Victoria“: Ab Montag weniger windig und kühler

Die Ohren des Golden Retrievers "Finja" wehen im Wind. Am Sonntag sorgte Sturm „Victoria“ vereinzelt für Probleme.  (Symbolfoto)

Die Ohren des Golden Retrievers "Finja" wehen im Wind. Am Sonntag sorgte Sturm „Victoria“ vereinzelt für Probleme. (Symbolfoto)

Foto: Bernd Thissen / dpa

Essen.  Die Temperaturen am Sonntag waren außergewöhnlich mild. Aber es war auch wieder stürmisch. Was die Meteorologen für die kommende Woche erwarten.

Sturmböen haben in der Eifel, bei Aachen und im Sauerland erneut heftig gewütet. Umgeknickte Bäume und abgerissene Äste blockierten Bahngleise und Straßen. Bei Rheine im Münsterland mussten etwa 200 Reisende einen IC verlassen. Zum Wochenstart schwingt das Wetter um.

Ausläufer des Orkantiefs „Victoria“ sind am Sonntag mit schweren Sturmböen über NRW gefegt - zum Wochenbeginn lässt der Wind aber nach. Auch die Temperaturen fallen: Nach ungewöhnlich milden Temperaturen vor allem am Sonntag wird der Montag deutlich kühler, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes.

Sturmschäden: Zugverkehr wurde umgeleitet

Am Sonntag sollte der Sturm vor allem in der Eifel und im Aachener Raum orkanartige Stärke mit Geschwindigkeiten um die 100 Kilometer pro Stunde erreichen. Bei Rheine im Münsterland stürzte ein Baum auf eine Oberleitung, etwa 200 Reisende mussten daraufhin einen Intercity verlassen. Die Fahrgäste in dem Zug von Berlin nach Amsterdam sollten am Sonntagnachmittag mit Bussen zu nahe gelegenen Bahnhöfen gebracht werden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Berlin.

Die Strecke, auf der auch Fernverkehr von Koblenz nach Norddeich unterwegs ist, wurde gesperrt, der betroffene IC konnte nicht mehr weiterfahren. IC- und EC-Züge sowie der Regionalverkehr wurden umgeleitet. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

Frühlingshafte Temperaturen am Sonntag

Auch bei Aachen und im Kreis Düren sowie in Billerbeck im Münsterland blockierten Bäume Bahngleise und Straßen. Verletzte gab es nicht. Mehrere Regionalbahnen fielen nach Angaben der Deutschen Bahn aus oder hatten Verspätung.

Die Feuerwehr in der Städteregion Aachen verzeichnete am Sonntag viele Einsätze wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste. Zeitweise wurde die A44 gesperrt. In Velbert bei Düsseldorf versperrte ein umgestürzter Baum eine Straße. Feuerwehrleute zersägten ihn.

Feuerwehrleute zersägten ihn. In Bedburg-Hau am unteren Niederrhein krachte ein umgeknickter Baum auf ein parkendes Auto. Auch im nördlichen Sauerland hatte der Sturm getobt. „Victoria“ sei jedoch in Ausmaß und Stärke nicht mit dem Orkan „Sabine“ vergleichbar, so die Experten.

Hohe Temperatur ungewöhnlich für Februar

Am Sonntag wurden sehr milde Temperaturen von bis zu 19 Grad erwartet - am Nachmittag wurden am Köln/Bonner Flughafen 18,5 Grad gemessen. Das südwestliche NRW war demnach der wärmste Bereich am Sonntag. Laut Wetterdienst sind die hohen Werte ungewöhnlich für die Jahreszeit und ähnlich den Maxima aus demselben Zeitraum der Jahre 1986, 1991, 2012 und 2019. 1990 wurden in der mittleren Februar-Dekade 19,7 Grad im Jülicher Raum gemessen.

Zum Wochenbeginn erwartete der Wetterdienst eine Kaltfront. Die Temperaturen würden am Montag auf 13 Grad fallen. Erneut gebe es auch Schauer und Gewitter. Am Dienstag ist demnach in den Hochlagen Schnee möglich. (dpa)

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