Aktenzeichen XY

Falscher Polizist aus Köln soll Bezug zum Ruhrgebiet haben

Die Polizei in Köln sucht Hinweise zu einem Trickbetrüger, der eine Seniorin fast um 15.000 Euro gebracht haben soll.

Die Polizei in Köln sucht Hinweise zu einem Trickbetrüger, der eine Seniorin fast um 15.000 Euro gebracht haben soll.

Foto: Privat

Köln.  Die Polizei im Ruhrgebiet unterstützt die Kollegen in Köln bei der Fahndung nach einem Trickbetrüger. Der Fall ist auch bei Aktenzeichen XY.

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Die Polizei in Köln fahndet mit Unterstützung von Kollegen aus dem Ruhrgebiet sowie der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ nach einem besonders dreisten Trickbetrüger. Der Mann soll sich bereits am 26. Juli im Kölner Stadtteil Riehl als Polizeibeamter ausgegeben haben. Dadurch brachte er eine Seniorin beinahe um 15.000 Euro.

Die Polizei hat nun Fotos aus einer Überwachungskamera veröffentlicht. Dadurch erhofft sie sich Hinweise auf den Mann, der zwischen 35 und 40 Jahre alt und etwa 1,75 Meter groß sein soll. Ersten Ermittlungen zufolge könnte der Täter aus dem Ruhrgebiet stammen. Aus diesem Grund haben auch die Polizeidienststellen in Gelsenkirchen und Dortmund den Fahndungsaufruf geteilt und unterstützen die Kollegen in Köln. Der Fall wird am Mittwoch, 9. Oktober, um 20.15 Uhr außerdem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ thematisiert.

Der mutmaßliche Betrüger fungiert dabei als Mittelsmann, der für Telefonbetrüger im Ausland die Beute abholt. So auch an jenem Freitag im Juli: Ein Anrufer gab sich einer 80-Jährigen gegenüber als Polizist aus. Er sagte der Seniorin am Telefon, dass bei ihr eingebrochen worden sei und dabei sensible Daten gestohlen wurden. Danach ließ der Mann nicht mehr locker und rief immer wieder bei der älteren Dame an.

Betrüger wollte Geld „polizeilich prüfen“

Am Ende forderte er die Frau unter einem Vorwand auf, einen Betrag von 15.000 Euro vom Konto abzuheben. Die 80-Jährige kam dieser Aufforderung am Ende nach.

Von der Bank wieder zu Hause angekommen, bekräftigte der gesuchte Mann, dass die Geldscheine nun durch einen Kollegen polizeilich geprüft werden müssten. Zur Sicherheit stimmte er mit der Seniorin ein Kennwort ab, welches der Geldabholer ihr nennen würde. Gegen 14 Uhr klingelte es an der Haustür der Frau und der Abholer meldete sich mit dem vereinbarten Kennwort.

Die Rentnerin packte den Umschlag und ging ins Foyer des Mehrfamilienhauses. Dort wartete der auf dem Fahndungsbild gezeigte Mann und forderte die Übergabe des Geldes. Eine Überwachungskamera im Foyer zeichnete Bilder des Täters auf.

Seniorin wurde in letzter Minute stutzig und informierte ihren Sohn

Gerade noch rechtzeitig wurde die Seniorin stutzig und stellte Nachfragen. Zudem informierte sie ihren Sohn (50) über die außergewöhnliche Situation. Dem Mann wurde die Lage offenbar zu brenzlig und er flüchtete ohne die Beute.

Die Kölner Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu dem Mann geben können oder am Tag der Tat in der Straße „An der Schanz“ etwas Verdächtiges bemerkt haben. Hinweise nimmt das Kölner Kriminalkommissariat 25 unter Tel.: 0221 2290 entgegen. Nach Angaben der Polizei ist die Masche der Telefonbetrüger bekannt: „Die Täter sitzen im Ausland und telefonieren Listen ab, während die Abholer meist in der Peripherie sitzen“, sagte ein Polizeisprecher.

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