Apotheker-Prozess

Ex-Apotheken-Angestellte spricht von schweren Hygienemängeln

Der Angeklagte Bottroper Apotheker mit seinen Anwälten im Gerichtssaal. Foto: dpa

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Der Angeklagte Bottroper Apotheker mit seinen Anwälten im Gerichtssaal. Foto: dpa Foto: Roland Weihrauch / dpa

Essen / Bottrop.  Im Prozess gegen den Bottroper Apotheker hat eine Ex-Mitarbeiterin ausgesagt. Sie war es, die der Polizei einen Infusionsbeutel übergeben hatte.

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Im Prozess um angeblich gestreckte Krebsmedikamente hat eine pharmazeutisch-technische Angestellte von schweren Hygiene-Missständen im Labor des angeklagten Bottroper Apothekers Peter Stadtmann berichtet.

Sie habe außerdem monatelang den Verdacht gehabt, dass Krebsmedikamente nicht richtig dosiert worden seien, berichtete sie am Mittwoch als Zeugin vor dem Essener Landgericht. So hätten beispielsweise hergestellte Antikörper-Therapien nach einem Schütteln nicht aufgeschäumt, wie es eigentlich hätte sein müssen.

Die 55-Jährige Ex-Mitarbeiterin der Apotheke war schließlich zur Polizei gegangen und hatte den Beamten Medikamentenbeutel aus der Apotheke des 47-jährigen Angeklagten übergeben, der keinen Wirkstoff enthalten haben soll. Für die Weitergabe interner Kenntnisse ist die Ex-Mitarbeiterin der Apotheke mit einem Whistlebower-Preis ausgezeichnet worden.

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