Europawahl

Deutlich höhere Wahlbeteiligung bei der Europawahl in NRW

Bis zum Mittag hatten hatten acht ausgewählten Städten und Kreisen mehr Menschen zur Wahl gegangen als 2014.

Bis zum Mittag hatten hatten acht ausgewählten Städten und Kreisen mehr Menschen zur Wahl gegangen als 2014.

Foto: André Hirtz / André Hirtz / Funke Foto Services

Düsseldorf.  In NRW waren rund 14 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen - und die Beteiligung lag deutlich höher als in der Vergangenheit. .

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In Nordrhein-Westfalen haben sich nach vorläufigen Prognosen deutlich mehr Menschen an der Europawahl beteiligt als vor fünf Jahren. Bis zum Sonntagnachmittag (16.00 Uhr) gaben - einschließlich der Briefwähler - rund 51 Prozent der Wahlberechtigten in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten ihre Stimme ab. Bei der Europawahl 2014 hätten bis zu dieser Uhrzeit rund 42 Prozent abgestimmt, teilte der Landeswahlleiter mit. Damals hatte die landesweite Wahlbeteiligung bei Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr bei 52,3 Prozent gelegen.In NRW sind rund 13,8 Millionen Menschen wahlberechtigt. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis rechnet der Landeswahlleiter am frühen Montagmorgen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gab am Vormittag in Aachen seine Stimme ab. Zusammen mit seiner Ehefrau Susanne erschien er in seinem Wahllokal in einer Grundschule.

Neben Schulen, Bürgerhäusern oder Rathaussälen befinden sich einige Wahlräume in NRW an ungewöhnlichen Orten: So können Bürger in Herne in einem Blumenladen wählen und in Bochum in einem Autohaus. In einem ländlichen Ortsteil von Leverkusen stellt eine Familie sogar ihr Wohnzimmer als Wahllokal zur Verfügung.

Wahllokal in Wuppertal öffnet verspätet

Auch in Bochum gab es eine Panne: Bereits am Samstagnachmittag war auf der Internetseite der Stadt das vermeintliche Wahlergebnis zu lesen. Nach Angaben eines Sprechers hatten Mitarbeiter zu Testzwecken fiktive Daten eingestellt und die Seite dann versehentlich veröffentlicht. «Wir können uns für diesen Fehler nur entschuldigen», sagte der Sprecher. Die Daten seien umgehend gelöscht worden. Zudem fehlten in einigen Bochumer Wahllokalen Stimmzettel, weil die Wahlbeteiligung deutlich unterschätzt wurde. Die Bürger reagierten wütend. Welche Konsequenzen diese Panne hat, ist noch offen.

Weil ein Schlüssel nicht passte, ist ein Wahllokal in Wuppertal zur Europawahl verspätet geöffnet worden. Die Mitglieder des Wahlvorstands seien am Sonntagmorgen zwar pünktlich da gewesen und auch in das Bürgerbüro-Gebäude im Stadtteil Cronenberg hineingekommen, sagte Andreas Walter von der Wahlbehörde der Stadt. Die Wahlunterlagen und die Urne hätten sich jedoch in einem verschlossenen Raum befunden, zu dem keiner der vorhandenen Schlüssel gepasst habe. Ein Schlüsseldienst habe die Tür öffnen müssen.

ne Stimmabgabe in dem Wahllokal sei dann von etwa 9.00 Uhr an möglich gewesen, sagte Walter. Drei Wähler hätten sich telefonisch gemeldet, weil sie nicht wie vorgesehen schon von 8.00 Uhr an wählen konnten. Zuvor hatte die «Westdeutsche Zeitung» über die Panne berichtet. «Das sind Fehler, wie sie im Rahmen einer Wahl immer wieder mal passieren können», sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums.

13,8 Millionen Menschen sind in NRW wahlberechtigt

Der Vorgang werde gemeinsam mit der Stadt Wuppertal aufgearbeitet. Es müsse geklärt werden, wie viele Wähler vor verschlossenen Türen gestanden hätten. «Wenn sich jemand offiziell beschwert, wird eine Wahlprüfung gemacht», sagte der Sprecher. «Wir gehen zurzeit aber nicht davon aus, dass es zu einer Wahlwiederholung in diesem Bezirk kommen wird.»

In Nordrhein-Westfalen sind rund 13,8 Millionen Menschen wahlberechtigt. Bei der Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung in NRW bei 52,3 Prozent. (dpa)

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