Picknick

Draußen essen: So gelingt Picknick mit Familie und Freunden

Für Kinder ist ein Picknick bestens geeignet, denn es darf gekleckert werden.

Für Kinder ist ein Picknick bestens geeignet, denn es darf gekleckert werden.

Foto: Kerstin Kokoska

An Rhein und Ruhr.   Ein Picknick zu zweit, mit Freunden oder der Familie verbindet zwei schöne Arten der Freizeitgestaltung: Im Freien sein und dabei essen.

Wie sich die Städte Neapel und Genua darum streiten, auf welche Region die erste Pizza zurückgeht, so erheben Briten und Franzosen Anspruch darauf, dem Picknick seinen Namen gegeben zu haben. Die englischen Worte „to pick“ (nehmen, aussuchen) und „nick“ (veraltet für Augenblick) kommen ebenso als Ursprung infrage wie die französischen Begriffe „piquer“ (u.a. piksen) und „nique“ (veraltet für Kleinigkeit). Doch wie es für Fans der Pizza keine Rolle spielt, wo diese nun genau gebacken wurde, tut der Freude am Picknicken die ungeklärte Herkunft des Begriffes keinen Abbruch. Wann immer möglich, zieht es uns zum Essen ins Freie. Wir haben ein paar Tipps für das perfekte Picknick zusammengestellt.

Für Familien

Es darf gekrümelt, gekleckert und geschlabbert werden. Die Wiese wird es schon verkraften. Insofern ist ein Picknick wunderbar für Familien mit Kindern geeignet.

Dennoch sollten Eltern nicht vergessen, dass „nur essen“ ein Zeitvertreib ist, bei dem schnell Langeweile droht. Also müssen Spiele mit, Wikinger-Schach zum Beispiel. Das wird in Teams gespielt, macht Erwachsenen und Kindern Spaß – braucht aber ein wenig Platz.

Gleiches gilt für Boccia, Federball oder Frisbee. Kommt man mit Bällen oder Schlägern zu leicht Spaziergängern oder anderen Picknickern in die Quere, ist eine zwischen Bäumen gespannte Slackline zum Balancieren vielleicht die bessere Wahl – oder die guten alten Springseile und Gummitwistbänder. Den Proviant kann man vorher gut gemeinsam mit den Kindern zubereiten und verpacken. Dabei gilt: Genug Fingerfood und Kleinigkeiten einpacken, die immer wieder zwischendurch genascht werden können.

Für Verliebte

Man kann noch so verliebt auf den See im Sonnenschein, den See bei Sonnenuntergang und den See im Sternenlicht blicken – irgendwann macht sich der Hunger auch an den romantischsten Orten bemerkbar. Hat man den Platz bewusst schön einsam und abgelegen gewählt, ist das nächste Restaurant möglicherweise nicht gerade um die Ecke. Und vielleicht steht man, endlich dort angekommen, angesichts der späten Stunde auch noch vor verschlossenen Türen und muss sich schließlich mit Schokoriegeln von der Tankstelle begnügen.

Dabei braucht es für ein romantisches Picknick gar nicht so viel – die obligatorische Picknickdecke, einen guten Wein oder Sekt, je nach Geschmack, Cracker oder Baguette und Dip – und eine batteriebetriebene Lichterkette.

Für Wetterfeste

Schlechtes Wetter muss kein Hinderungsgrund sein. Man muss es ja nicht wie die eingefleischten Grillfans machen, die schon im Winter „angrillen“ – aber wegen ein bisschen Regen oder etwas kühler Temperaturen sollte man das Picknick nicht ausfallen lassen. Ist es kühl und trocken, packt man eben ein paar Decken mehr ein und zieht sich warm genug an. Ist Regen angesagt, sucht man sich einen trockenen Platz: Das kann ein einfacher Unterstand sein, eine zwischen Bäumen aufgespannte Plane, ein mitgebrachter Pavillon. Manche Naherholungsgebiete bieten auch Picknick- bzw. Grillhütten. Und manchmal reicht auch schon das dichte Blätterdach der Bäume aus. Für Gemütlichkeit sorgen zum Beispiel Windlichter oder Laternen. Wo es erlaubt ist (und trocken genug), schafft ein Feuer die perfekte Atmosphäre.

Auf dem Speiseplan werden die kalten durch heiße Getränke ersetzt. Suppe oder Eintopf bringt man in einem Thermobehälter mit oder erwärmt sie einfach vor Ort auf einem Campingkocher. Und natürlich darf beim Picknick auch gegrillt werden.

>>> Die richtige Ausrüstung


Obwohl ein perfekt ausgestatteter Picknickkorb seinen Charme hat – ein normaler Einkaufskorb reicht vollkommen aus. Genauso gut lässt sich der Proviant in Rucksäcken und anderen Taschen verstauen; vorausgesetzt, man packt alles in dichte Behälter. Bei warmem Wetter bietet sich eine Kühltasche – oder zumindest eine isolierte Tüte an.

Zur Picknickdecke kann man im Grunde jede Decke erklären, solange sie Gras- und andere Flecken abbekommen darf – je dicker, desto gemütlicher. Ist der Untergrund feucht, sollte man auf Picknickdecken mit spezieller Isolierbeschichtung zurückgreifen – oder einfach eine Plane unterlegen.

Salate in Einmachgläsern transportieren

Wer es simpel halten möchte, packt am besten nur Snacks ein, die sich mit der Hand und direkt aus Tüte, Schüssel oder Dose verzehren lassen. Salate lassen sich auch gut in Einmachgläsern transportieren: So sind sie bereits portioniert und man kann auf Geschirr verzichten.

Mit Geschirr und Besteck ist es natürlich komfortabler – dann aber statt zum Einwegsortiment lieber zu Campingutensilien aus Plastik, Bambus oder Metall greifen, die sind robust und lassen sich wiederverwenden.

Je nachdem, wie abgelegen der Picknickort ist und ob es Wasser in der Nähe gibt, kann eine Flasche mit Leitungswasser zum Händewaschen ganz praktisch sein. Ansonsten sind Küchenrolle oder Geschirrtücher nie verkehrt. Müllbeutel nicht vergessen!

Nicht alles muss extra angeschafft werden. Vieles findet sich im Fundus von Familie, Freunden, Nachbarn oder Arbeitskollegen. Und vielleicht wollen die ja dann auch einfach mitkommen.

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