Kindergeburtstag

Kindergeburtstag in Corona-Zeiten: Hier findet man Ideen

Zwei Jungs auf Abstand, und der Kuchen ist eine Kreidezeichnung.

Zwei Jungs auf Abstand, und der Kuchen ist eine Kreidezeichnung.

Foto: Romrodphoto / Shutterstock/Romrodphoto

Ruhrgebiet.  In diesen Zeiten überlegen viele, den Kindergeburtstag einmal anders zu feiern. Wir haben Alternativen zur Party mit vielen Gästen gesammelt.

Die Transparente draußen an der Sporthalle in Essen wirken ein wenig zerzaust. „Hier wird die Geburtstagsfeier zum Erlebnis“, steht da, und: „Eigenen Kuchen und Getränke mitbringen.“ Die aktuelle Wahrheit aber steht im Kleingedruckten, in einem Aushang an der Tür: „Kindergeburtstage können bis auf weiteres nicht stattfinden.“ Zumindest nicht hier.

Ein ganzes Frühjahr lang sind die meisten kommerziellen Angebote ausgefallen, Kindergeburtstag zu feiern. Inwieweit sich das gerade ändert, ist zum Zeitpunkt, da dieser Text entsteht nicht klar. Aber auch dann werden sich viele Eltern noch überlegen, ob sie ihr Kind mit vielen anderen zusammenkommen lassen wollen. Wir haben deshalb Tipps gesammelt, wie Sie Ihrem Kind auch ohne den Besuch von Freunden einen schönen Tag bereiten können. Hier sind sie.

Freunde und Verwandte können kurze Videos aufnehmen und schicken

Die Kindergeburtstagsplattform parloo.de empfiehlt, vorab auf jeden Fall mit dem Kind zu reden, warum der Geburtstag in diesem Jahr anders ist. Man solle „erklären, warum Oma und Opa womöglich nicht gratulieren kommen, wieso die Freunde nicht eingeladen werden“. Kindgerechte Videos über Corona aus dem Netz könnten dabei helfen.

Wo wir gerade im Netz sind: Das ermöglicht dann natürlich doch vieles. So haben Eltern im Vorfeld die Möglichkeit, Freunde und Verwandte über soziale Medien zu bitten, ihre Gratulation zum Geburtstag aufzunehmen und vorab zu schicken, so dass man sie aneinanderhängen kann; oder sich auf dem Wege am Geburtstag zu melden. Dann sieht Ihr Kind seine virtuellen Gäste wenigstens kurz.

Stopptanz funktioniert auch mit Mobiltelefonen

Man kann für den großen Tag aber auch einen Termin vereinbaren, an dem sich alle beispielsweise bei Facetime treffen, bei Skype, (mit höchstens vier Teilnehmern) bei Whatsapp oder (für höchstens 40 Minuten) bei Zoom.

Das ist dann auch die Gelegenheit, miteinander zu spielen. „Gofeminin.de“ etwa hat ausprobiert, dass man mithilfe dieses Mediums auch „miteinander“ tanzen kann. Auch „Stopptanz“ funktioniert so, das Spiel, bei dem immer dasjenige Kind ausscheidet, dass sich noch bewegt, wenn die Musik aufhört.

Clowns, Zauberer, Artisten kann man auch für einen Internet-Auftritt buchen

Oder Memory: „Stellt 10 bis 20 Gegenstände vor die Kamera und gebt den Kindern ein bisschen Zeit, sie sich einzuprägen. Anschließend deckt ihr sie ab“ (gemeint sind natürlich: die Gegenstände) „und nehmt eines weg. Das Kind, welches als erstes ruft, welcher Gegenstand fehlt, gewinnt die Runde.“ Inzwischen gibt es auch zahlreiche Clowns, Zauberer, Schau- und Puppenspieler, deren Vorführungen im Internet gebucht und geschaut werden können.

Wenn Sie lieber nach draußen wollen, gibt es auch gute Möglichkeiten für ein nettes Programm, ohne Freunde direkt zu treffen. So kann man eine Tour organisieren, die vielleicht an deren Wohnungen vorbei führt, und die Kinder sind dann auf dem Balkon oder am Fenster; oder eine Schnitzeljagd, bei der die Schnitzel die Geschenke der anderen sind, an einem verabredeten Ort platziert. Der Nachteil: Einer muss aufpassen, sowas wird auch mal geklaut.

„Versprochen ist versprochen und wird niemals gebrochen“

Vor allem in den Vereinigten Staaten ist es zuletzt umgekehrt in Mode gekommen, dass ein Autokorso mit Freunden und Verwandten bei dem Geburtstagskind vorbeifährt, gern auch mehrere Runden drehen; die Gäste können dann aus den Autos heraus winken, klatschen, Musik machen, zujubeln, Fähnchen schwenken – aber Sie haben selbst sicher noch viel bessere Ideen.

Ach ja, und das wichtigste: Die Feier wird auf jeden Fall nachgeholt. Versprochen! Ihr Kind würde sagen: „Versprochen ist versprochen und wird niemals gebrochen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben