Kriminalität in Dortmund

Mutmaßlicher Vergewaltiger angeklagt, Stamp will Abschiebung

Der Fall kommt demnächst vor Gericht.

Der Fall kommt demnächst vor Gericht.

Foto: Shutterstock / shutterstock

Dortmund.  Der Fall löste viel Wirbel aus, jetzt steht die Anklage: Ein 23-Jähriger soll in Dortmund zwei Mädchen (11 und 13) vergewaltigt haben.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Anklage gegen den 23-jährigen Mann erhoben, der in Dortmund zwei Mädchen im Alter von elf und 13 Jahren vergewaltigt haben soll. Das hat

Behördensprecher Henner Kruse am Dienstag auf Nachfrage erklärt. Der Mann, der seit Ende Juli in Untersuchungshaft sitzt, muss sich auch wegen Drogenhandels verantworten. Er schweigt bislang zu den Vorwürfen, sagte Kruse.

23-Jähriger saß bereits in U-Haft und durfte wieder gehen

Der Fall hatte Ende Juli großen Wirbel ausgelöst. Da war der Mann verhaftet worden, weil er eine 13-Jährige in einen Hausflur gelockt und dort vergewaltigt haben soll.

Wie sich kurz darauf herausstellte, war er erst am 3. Juli aus der Untersuchungshaft entlassen worden: Er stand unter dem Verdacht, eine Elfjährige vergewaltigt zu haben. Bei einem Haftprüfungstermin kamen jedoch Zweifel an den Angaben des Tatopfers auf, und der 23-Jährige durfte unter Auflagen nach Hause. Flucht- oder Wiederholungsgefahr sah der Richter damals nicht. Der Beschuldigte war wegen Drogendelikten bereits vorbestraft, nicht aber wegen Gewalttaten.

Minister Stamp forderte seine Abschiebung nach Afghanistan

NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) forderte mitten in den Ermittlungen in der „Bild“, dass „dieser widerwärtige Täter“ sofort nach seiner Haft in sein Heimatland Afghanistan abgeschoben werden müsse. Im Justizministerium reagierte man irritiert auf Stamps Satz, verkniff sich aber einen öffentlichen Kommentar.

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