Corona-Regeln

Corona Dortmund: 11 positive Tests in einer Demenz-WG

Merkel & Ministerpräsidenten: Das sind die neuen Coronaregeln

Kanzlerin Merkel und die Minister der Länder gaben in Berlin neue Corona-Regelungen bekannt. Sie gelten bundesweit ab dem 8. November und sind nach einem Ampelsystem strukturiert.

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Dortmund.  Das RKI meldet einen Inzidenzwert von 71,7 für Dortmund, neuer Höchststand. Fast 700 Menschen sind in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert.

Update Dienstag, 20. Oktober: Wie die Stadt Dortmund am Dienstagnachmittag mitteilt, sind 62 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von diesen Fällen sind zehn Stück vier Familien zuzuordnen. Die anderen 52 sind einzeln und voneinander unabhängig. Damit rechnet die Stadt mit einer weiter steigenden Inzidenz (voraussichtlich 72,8). 681 Personen sind derzeit mit Corona infiziert. „Die Ermittlungen durch das Gesundheitsamt in einer Dortmunder Demenz-WG sind seit gestern fortgeschritten“, teilt die Stadt Dortmund zudem mit. 6 Bewohner und 5 Mitarbeiter wurden positiv auf das Coronavirus getestet. 44 Bewohner sind in Quarantäne, für 35 Mitarbeiter wurde Arbeitsquarantäne angeordnet. „Weitere Testergebnisse stehen derzeit noch aus“, so die Stadt.

Das Robert Koch-Institut meldet am Dienstag einen Inzidenzwert von 71,7 für Dortmund (Stand 0 Uhr). Insgesamt hat das RKI seit Beginn der Pandemie 2830 Corona-Fälle gezählt.

Diese Corona-Regeln gelten für die Bürger in Dortmund:

  • Private Feste außerhalb der eigenen Wohnung sind nur noch bis zu 25 Personen erlaubt. Feste mit mehr als 10 Personen müssen drei Werktage zuvor beim Ordnungsamt angemeldet werden.
  • Im öffentlichen Raum als Gruppe dürfen sich nur noch fünf Personen treffen.
  • Die Maskenpflicht auf dem Westen- und Ostenhellweg wurde ausgeweitet auf das Brückstraßenviertel und in den Hauptgeschäftszeiten (9.30 bis 18.30 Uhr) auf die Fußgängerzonen in den Stadtbezirken.
  • Veranstaltungen im Freien sind nur noch bis zu 500 Personen möglich, im geschlossenen Raum sind maximal 250 Personen erlaubt.
  • Auch im Dortmunder Konzerthaus sind maximal nur noch 250 Besucher möglich.
  • In der Gastronomie gibt es eine Sperrstunde ab 23 Uhr bis 6 Uhr und auch ein Alkoholverkaufsverbot ab 23 Uhr.
  • Einschränkungen bei Kontaktsportarten sind zunächst nicht geplant.

Update Montag 19. Oktober, 18 Uhr: 42 neu festgestellte Coronavirus-Infektionen meldet die Stadt Dortmund am Montag. „Von den 42 Neuinfektionen sind zehn Fälle drei Familien zuzuordnen und sieben Reiserückkehrende“, teilte die Stadt mit. Die anderen 25 Fälle seien „einzelnen, voneinander unabhängigen Personen zuzuordnen“. Damit liege die Gesamtzahl der akut an Covid-19 Erkrankten nun bei 648. 40 von ihnen würden zurzeit im Krankenhaus behandelt, so die Stadt, drei davon beatmet.

Corona in Dortmund: Bundeswehr hilft bei Kontaktverfolgung

Update Montag 19. Oktober, 14 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet weiter steigende Corona-Zahlen: Am Sonntag sind nach Angaben der Stadt 28 Coronafälle hinzugekommen. 623 Menschen sind aktuell mit dem Virus infiziert - Höchststand für die größte Stadt im Ruhrgebiet. Zurzeit werden in Dortmund 40 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter neun intensivmedizinisch, davon wiederum drei mit Beatmung.

Seit Montagmorgen gilt auch in Dortmund die neue Verordnung des Landes NRW. Viel ändert sich für Dortmunder Bürger dadurch nicht, da die Stadt bereits am Donnerstag mit einer Allgemeinverfügung auf die Situation reagierte. Nach Angaben des RKI liegt der Inzidenzwert am Montag (Stand 0 Uhr) bei 68,2. Dementsprechend gilt Dortmund weiter als Risikogebiet.

Für die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infizierten bekommt die Stadt jetzt auch Hilfe von der Bundeswehr. Ab Dienstag sind 40 Soldatinnen und Soldaten in Dortmund im Einsatz und unterstützen das Gesundheitsamt

Die neuen Regeln gelten seit dem 16. Oktober und sind in der Allgemeinverfügung der Stadt nachzulesen. „Unser Ziel ist es, rasch unter die 50er-Marke zu kommen. Und dann, auch wieder unter die 35er-Marke zu kommen. Wir wollen einen Lockdown vermeiden“, so Rechtsdezernent Norbert Dahmen bei der Pressekonferenz.

Absage mehrerer Märkte und verkaufsoffener Sonntage am 8. November

Die verschärfte Corona-Situation führt auch dazu, dass mehrere Märkte in den Stadtteilen abgesagt werden. So etwa der Martini- und Bauernmarkt am 8. November. Damit fällt auch der geplante verkaufsoffene Sonntag im Stadtbezirk aus, denn die Sonntagsöffnung muss in direkter Verbindung mit einem Volksfest bzw. einer Traditionsveranstaltung stehen. Gleiches gilt für den Martinstag in Mengede und den Martinsmarkt in Lütgendortmund.

Der Hansemarkt am 8. November steht laut Stadt jedoch nach wie vor auf dem Veranstaltungsplan. eitere Absagen von Veranstaltungen in den kommenden Tagen und Wochen sind nicht auszuschließen.

Was den Dortmunder Weihnachtsmarkt angeht, gibt es noch keine konkreten Aussagen, ob dieser wie geplant stattfinden kann. Das hänge vom weiteren Infektionsgeschehen ab und der dann landesweit gültigen Corona-Schutzverordnung, so die Stadt.

Chef des Gesundheitsamtes geht nicht von schneller Entspannung aus

Sollte die Inzidenzzahl tageweise unter 50 fallen bedeute das nicht, dass die verschärften Corona-Regeln sofort außer Kraft gesetzt würden. Laut Stadt werde dies erst geschehen, wenn der Wert mindestens sieben Tage unterhalb der 50er-Grenze liegt.

Dass dies schnell geschieht, davon geht der Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes nicht aus: „Die zweite Welle für Dortmund ist da - und sie wird sich weiter ausbilden“, sagte Dr. Frank Renken während der Pressekonferenz am Donnerstag. Hier bedürfe es anderer Maßnahmen als bisher, um die Pandemie zu begrenzen. Denn die Infiziertenzahlen seien mittlerweile viel höher als noch im April. Auch das Durchschnittsalter der Corona-Patienten sei gestiegen - mittlerweile läge es bei durchschnittlich 45 Jahren.

Maskenpflicht in der Fußgängerzone

Schon mehrere Tage bevor Dortmund die kritische 50er-Marke erreicht hatte, hatte die Stadt die Notbremse gezogen und auf dem Osten- und Westenhellweg eine Maskenpflicht erlassen, die die „weitere Ausbreitung des Virus eindämmen“ sollte. Diese wurde mit Erreichen des Risikowertes auch ausgeweitet auf weitere Fußgängerzonen in den Stadtbezirken und das Brückstraßenviertel.

Eine Maskenpflicht gilt auch in Hochschulen, bei außerschulischen Bildungsveranstaltungen, in Bibliotheken und erneut auch auf Märkten – nicht nur an den Marktständen, sondern auch in den Gängen davor und dazwischen.

Immer wieder Probleme mit privaten Feiern

Wie in anderen Städten hatte auch das Dortmunder Ordnungsamt immer wieder Einsätze wegen zu vielen Gästen bei privaten Feiern außerhalb der eigenen Wohnung. (mawo)

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