Bochumer Marien-Kirche vor Abriss bewahrt

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Bochum. Die Stadt kauft den entweihten Sakralbau der Marien-Kirche für etwa eine Million Euro und plant, einen Kammermusiksaal einzurichten. Mit Erfolg haben sich die Fördervereine um den Erhalt eines der Wahrzeichen Bochums bemüht.

Bochum. Der sechs Jahre lange Kampf um die vom Abriss bedrohte Innenstadtkirche St. Marien in Bochum ist erfolgreich ausgegangen: Die Stadt Bochum hat sich jetzt entschlossen, den im Jahr 2002 entwidmeten Sakralbau für rund eine Million Euro zu kaufen und dort einen Kammermusiksaal einzurichten, erfuhr die WAZ.

"Wir haben einen ausgehandelten Vertrag," bestätigte Stadtbaurat Ernst Kratzsch auf Nachfrage. Der Bochumer Propst Michael Ludwig lobte die "sehr konstruktiven und positiven Verhandlungen". Über den genauen Preis wollen Kirche und Stadt sich in den nächsten Tagen verständigen.

Auf der Sitzung des Rates am 23. Oktober soll die künftige Nutzung der Marienkirche endgültig festgeschrieben und der entsprechende Wettbewerbung für den Umbau ausgeschrieben werden. Anschließend wird ein Förderantrag in Höhe von 12 Millionen Euro an das Land eingereicht, für Grunderwerb, Planung und Umbau. Die Kirche soll danach ein Teil des geplanten Kultur-Quartiers werden, das zu den großen Bochumer Projekten für das Kulturstadtjahr 2010 zählt. In direkter Nachbarschaft soll für fast 30 Millionen Euro das Konzerthaus für die Bochumer Symphoniker gebaut werden. Dafür werden immer noch Spenden gesammelt.

Um den Erhalt der rund 130 Jahre alten neugotischen Kirche, eins der Wahrzeichen der Bochumer Innenstadt, hatten sich besonders der Förderverein "Pro Marien Kirche" und der Kreis "Rettet Bochumer Kirchen" bemüht.

Am Dienstag waren bereits Vermessungsbeamte der Stadt vor Ort. Auf die künftige Nutzung, so Propst Ludwig, nehme die Kirche keinen Einfluss, solange dort "kein Table-Dance und kein Glücksspiel" stattfinde.

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