James Bond

Ausstellung in Bochum: Was Sie von James Bond sehen wollen

Die Ausstellung „In geheimer Mission" ist von Freitagnachmittag an zugänglich.

Die Ausstellung „In geheimer Mission" ist von Freitagnachmittag an zugänglich.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   James Bond kam in Wattenscheid zur Welt, das heute zu Bochum zählt. Die Stadt beginnt das auszuschlachten. Es gibt schon Führungen – doch wohin?

Man sieht das Autokennzeichen der Stadt Bochum natürlich gleich mit ganz anderen Augen, wenn man weiß, dass James Bond hier geboren ist: daher also ,BO’. Das stimmt nicht ganz, er kam zur Welt in Wattenscheid, aber das wurde ja schon vor 44 Jahren eingemeindet.

Etwaige Zweifel am Geburtsort können nicht bestehen, hat Bond doch selbst gesagt: „Die Wahrheit ist, dass ich in Deutschland geboren bin, an der Ruhr, in einer Stadt namens Wattenscheid.“

„In geheimer Mission“

Ein zu großes Quantum Prost? Nein, denn nachlesen kann das ein jeder in der autorisierten Biographie von 1973. Sie liegt nun in einem größeren, doch vorübergehend leeren Ladenlokal neben einem Kino in der Bochumer Innenstadt aus. Von heute an ist dort die Ausstellung „In geheimer Mission – Der Spion, der aus Wattenscheid kam“ zu sehen.

Hinter dem Buch dann steht der Nachbau eines „Sunbeam Alpine“-Coupés aus „Dr. No“. Ein Auto ist nicht genug, drei weitere Nachbauten von Bond-Fahrzeugen stehen dort. Aber „alles andere ist original“, sagt der Bond-Experte und Filmjournalist Siegfried Tesche, der die Ausstellung zusammengetragen hat.

Nachbau mit Einschusslöchern

Der Düsenrucksack und ein Stunt-Motorrad etwa. Ein weiteres Auto, eine Ente von Citroen, baute die Firma nach dem entsprechenden Auftritt im Kinofilm „For your eyes only“ 1000 mal und klebte darauf liebevoll Einschusslöcher.

Dazu Bücher und Filmplakate, Anzüge des Titelhelden und das bisschen Kleidung der einen oder anderen Begleitung, Crewkleidung, Stühle und Filmklappen von Dreharbeiten und mehr oder weniger lizensierte Fanartikel: Manches hat Tesche auch einfach auf asiatischen Märkten aufgelesen und nicht weiter nachgefragt.

Goldfinger-Nagellack steht da, James-Bond-Schlüssel, -Spielzeugautos, -Pfeifen – der Verkaufserfolg der Pfeifen, weiß Tesche allerdings, litt ein kleines bisschen darunter, dass Bond nicht Pfeife raucht.

Eigentlich sollte Bond in England zur Welt kommen

„Ich habe immer gesagt, wir müssen den Geburtsort mehr ausschlachten“, sagt Mario Schiefelbein, der Geschäftsführer von BO-Marketing. So gibt es bereits James-Bond-Führungen durch Wattenscheid.

Rundgang durch die Bond-Ausstellung "In geheimer Mission" in Bochum

Rundgang durch die Bond-Ausstellung "In geheimer Mission" in Bochum
Ingo Otto

Der Haken ist: Man weiß nicht wirklich, wo die Bonds lebten, als ihr Sohn am 11. November 1920 zur Welt kam. Und die ganze Wahrheit ist: Die Mutter wollte ihn eigentlich in England gebären, doch die rechtzeitige Abreise wurde verhindert durch einen Eisenbahnerstreik. Klingt jedenfalls ganz plausibel: Fahr an einem anderen Tag.

>>>>>> Preise und Öffnungszeiten

„In tödlicher Mission“ vom 1. Februar bis 31. März in Bochum, Kortumstraße 49. Geöffnet montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Kinder bis 14 Jahre zahlen fünf Euro, Ältere acht.

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