Bochum. Erstmals beteiligen sich fünf Städte aus dem Revier an der „Nuit du Cirque“, dem weltweiten Festival des Neuen Zirkus. Und es passiert noch mehr.

Mitten in der riesigen Fabrikhalle, zwischen Parkour-Hindernissen, Biker-Rampe und Trampolinen, stehen zwei verwaiste Sofas. Wer hier her kommt, will nicht ruhen – sondern: schaffen. Ein ehrgeiziges Pärchen versucht sich gerade an Hebetechniken; drei Jungs in schlabbrigen Hosen arbeiten an Flips, Twists und Kicks, neuen Tricking-Tricks; hinten im Raum, da wo noch die goldene Kulissen-Deko aus der Urbanatix-Jubiläumsshow lagern, wagt jemand einen Salto aus drei Meter Höhe in die Fallgrube. Vorn, im Bereich der Luftartisten hängt Leon Pufahl die „Strapaten“ unter die Decke, sein Arbeitsgerät. Willkommen im Open Space Bochum, dem Zentrum der Straßenartisten im Revier, einem typischen Hort der „Neuen Künste Ruhr“.