Ausnahmezustand

Polizei-Eskorte für Kölner Brautpaare wegen AfD-Parteitags

Da wird der Hochzeitstag noch unerwartet besonders: 13 Paare wurden am Samstag in Köln getraut – wegen des AfD-Parteitags mussten sie mit Polizeieskorte zum Standesamt geleitet werden.

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Da wird der Hochzeitstag noch unerwartet besonders: 13 Paare wurden am Samstag in Köln getraut – wegen des AfD-Parteitags mussten sie mit Polizeieskorte zum Standesamt geleitet werden. Foto: dpa

Köln.  Der Großeinsatz beim AfD-Parteitag hat 13 Hochzeitspaare in Köln vor eine Herausforderung gestellt: Wie zum Standesamt kommen? Die Polizei half.

Mit Polizei-Eskorte sind am Samstag 13 Kölner Brautpaare zum Standesamt im Historischen Rathaus geleitet worden. Wegen der Demonstrationen gegen den AfD-Bundesparteitag waren viele Straßen gesperrt, so dass es für die Hochzeitsgesellschaften ohne Polizeischutz schwierig geworden wäre. Das Rathaus befindet sich ganz in der Nähe des Tagungshotels der AfD.

Die Polizei habe sie schon vor geraumer Zeit darauf vorbereitet, "dass es ein wenig komplizierter werden könnte mit der Hochzeit", sagte Bräutigam Hannes Bojer der Deutschen Presse-Agentur. "Ein kleiner Schock war's schon, ein bisschen Panik hatte man", gab die Braut Charlotte Reisch zu. "Aber was soll man machen?" Die beiden Polizeimotorräder, die sie zum Rathaus chauffiert hätten, seien auf jeden Fall etwas Besonderes gewesen.

Standesamtsleiterin Angelika Barg versicherte, die Brautpaare ließen sich die Stimmung durch die besonderen Umstände auf keinen Fall verderben: "Alles total entspannt!" (dpa)

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