Kinderbücher

Kinderbuch-Autorin Heidi Leenen: Elefantenpups 4 ist fertig

Kinderbuchautorin Heidi Leenen hat nachgelegt – und den 4. Band in der Reihe „Der Elefantenpups“ veröffentlicht. Und wieder gibt es eine zauberhafte Konzertversion dazu...

Kinderbuchautorin Heidi Leenen hat nachgelegt – und den 4. Band in der Reihe „Der Elefantenpups“ veröffentlicht. Und wieder gibt es eine zauberhafte Konzertversion dazu...

Foto: MATTHIAS GRABEN / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  Da ist viel Musik drin, in den Kinderbüchern von Heidi Leenen! Im neuen „Elefantenpups“ geht das Zoo-Orchester auf Reisen. Wohin? Überraschung!

Der Elefantenpups ist wieder da! Kinderbuchautorin Heidi Leenen hat nachgelegt und nun den vierten Band in der wunderschön geschriebenen und illustrierten Reihe „Der Elefantenpups“ in die Welt geschickt. Und wie immer, wenn die Musikpädagogin aus Geldern Geschichten schreibt, geht das nicht ohne Musik. Im Mittelpunkt stehen die Tiere aus dem Zoo von Zoodirektor Fröhlich.

Die spielen (fast) alle ein Musikinstrument – wie das gekommen ist, erzählt der erste Band. Im vierten Band nun macht sich das Zoo-Orchester auf den Weg nach… Na, wohin, das verraten wir hier noch nicht. Und auch nicht das Abenteuer von Stachelschwein Piksi, das ja eigentlich gar kein Instrument spielt...

Frau Leenen, wie kommt man denn auf so einen Titel für eine Kinderbuch-Reihe, „Der Elefantenpups“?

Vor fast 20 Jahren habe ich mit Anita Flügel das mobile MusikAtelier gegründet, eine Schule für musikalische Früherziehung. Hier führen wir Kinder mit Spaß an Musik heran. Irgendwann hatten wir, um Tasteninstrumente besser verstehen zu können, eine Orgelführung. Als dann der tiefste Ton erklang, meinte jemand: ‘Das klingt ja wie ein Elefantenpups’. Großer Spaß! Die Idee für den Titel war geboren.

Jedes Ihrer Bücher ist eine abgeschlossene Geschichte. Gibt es da einen roten Faden?

Meine Geschichten sind kindgerecht und haben immer ein Happy End.

Da gibt spannende Momente, aber keine Dramatik. Es liegt eine gewisse Leichtigkeit in der Luft und die Tiere finden immer eine Lösung mit Musik.

Klassische Musik für Kinder – das ist eine Herausforderung...

Ja und nein. Wir können Kinder spielerisch und doch mit Anspruch heranführen. Das ist mein Ansatz. Musik ist etwas Wunderbares. Sie hilft mir, wenn ich traurig ist.

Sie hilft mir, wenn es mir gut geht. Klassische Musik öffnet Herz und Verstand, sie fördert Empathie und Geist, nicht zuletzt die Phantasie.

Und dann haben sie das Zoo-Orchester erfunden.

Genau! Im ersten Band haben sich die Tiere im Zoo überlegt, welches Instrument passt denn zu wem. Schnell war klar: Die Holzblasinstrumente gehören zu den Vögeln. Filippa etwa, der Flamingo, spielt ganz toll Querflöte. Die Wildkatzen mögen Streichinstrumente, das Blech geht an die Dickhäuter und hier spielt Pombo, der Elefant, die Tuba.

Immer wenn Pombo fröhlich ist, muss er – pupsen.

Die Kinder warten schon darauf. Wir haben ihn jetzt sogar komponiert: 18 Sekunden Elefantenpups auf der Tuba. Wunderschön und witzig!

Man kann Ihre Bücher auch dank der wunderschönen Illustrationen als reine Bilderbücher nehmen – immer aber gibt es auch die Konzertvariante dazu.

Genau. Die zauberhaften Zeichnungen stammen von Martin Bernhard. Giraffe Bella an der Harfe, Lorenzo der Löwe am Kontrabass, Pombo an der Tuba. Oder das Pandamädchen Mei Yue am asiatischen Gong. Zu jedem Band gehören ein Mitmachlied und viele schöne Melodien. Komponiert hat das alles wieder Stefan Malzew, der auch die Musik zu „Emma – Ohne dich wär die Welt nur halb so schön!“ schrieb.

Dam-da-ba dam da-ba dab du-dei – „Wir teilen das Glück...“

Dieses Lied ist ein echter Ohrwurm und verbreitet richtig gute Laune. Kinder einer Berliner Grundschule haben es für die CD eingesungen. Und es stimmt – anderen eine Freude machen, bereitet Glück. Bei allem niemals das Augenzwinkern vergessen ist so eine Art Grundmotto in meinem Leben und spiegelt sich in meiner Arbeit wieder.

Jetzt war in Mecklenburg-Vorpommern Uraufführung vom neuen Elefantenpups-Werk – „Mit dem Zoo-Orchester um die Welt“.

Ein unvergessliches Erlebnis im Rahmen von Stadt.Land.Klassik – so viele begeisterte kleine und große Zuschauer und Zuhörer – ich bin immer noch überglücklich. Ein großartiges Orchester und wunderbar tanzende Kinder in tollen Kostümen. KiKa-Moderator Juri Tetzlaff, der auch gemeinsam mit Stefan Kaminski das Hörspiel eingesprochen hat, führte grandios durchs Programm.

Auch dieses Stück eignet sich für Kindergärten und Schulen, Konzerthallen, Theaterbühnen...

Ja, es ist ein Buch für eine breite Altersklasse. Lesen, vorlesen, als Projekt oder Theaterstück umsetzen oder als Konzert aufführen. Es gibt keine Vorgaben. Mir ist wichtig, dass Kinder und im besten Fall sogar Erwachsene klassische Musik kennen und vielleicht auch lieben lernen.

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