Ab in den Urlaub!

Flughafen Eindhoven für deutsche Urlauber immer attraktiver

Ab Eindhoven steueren Low-Cost-Airlines wie Ryanair, Transavia oder Wizzair 74 Ziele an.

Ab Eindhoven steueren Low-Cost-Airlines wie Ryanair, Transavia oder Wizzair 74 Ziele an.

Foto: PR

Eindhoven.   Düsseldorf, Köln/Bonn oder Weeze, für die meisten Urlauber aus dem Ruhrgebiet oder vom Niederrhein ist die Wahl des Flughafens eine Frage des Budgets oder der besseren Erreichbarkeit. Nicht weit hinter der deutsch-niederländischen Grenze allerdings gibt es eine durchaus interessante Alternative zu den beliebtesten NRW-Airports.

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Ab in den Urlaub! An vorigen Montag haben in Nordrhein-Westfalen die Osterferien begonnen. Familien machten sich auf den Weg in die Sonne und Eventies in eine angesagte Metropole. Von wo die Reise losgeht, ist oft eine Frage des Budgets oder der Bequemlichkeit: Neben den Großairports Düsseldorf und Köln/Bonn bieten auch die Regional-Flughäfen in Weeze, Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn genügend Ziele für Menschen mit Fernweh. Um die Gunst der Passagiere aus NRW mischt seit einigen Jahren allerdings auch ein Standort nicht weit außerhalb der Landesgrenzen mit: der Airport Eindhoven. 120 Kilometer von Essen entfernt – oder gerade einmal 80 von Moers – ist das Rollfeld in der Provinz Nordbrabant aus dem Ruhrgebiet oder vom Niederrhein schnell zu erreichen. „Etwa fünf Prozent unserer Passagiere kommen aus Deutschland“, teilt das Flughafen-Management auf NRZ-Anfrage mit.

74 Ziele in Europa werden von Ryanair, Transavia, Vueling, Wizzair und JetairFlyangesteuert, darunter natürlich die Ferieninseln Mallorca und Ibiza genau so wie die Metropolen London, Rom oder Barcelona. Mit 4,7 Millionen Passagieren im Jahr 2016 (2015: 4,33 Mio = plus neun Prozent), 32.807 Flugbewegungen (2015: 30.394 plus 8 Prozent). „Der Anstieg der Flugbewegungen ist auf die höhere Zahl an Flügen insgesamt, aber auch auf eine bessere Auslastung der einzelnen Maschinen zurückzuführen“, heißt es. „Für 2017 erwarten wir eine weitere Zunahme auf 5,24 Mio. Passagiere und 35.998 Flugbewegungen. Das Portfolio an Zielen soll ausgebaut werden.“ Das stetige Wachstum des nach Schiphol bei Amsterdam zweitgrößten Flughafen in der Niederlande ist allerdings per Gesetz begrenzt. Bis 2019 dürfen es maximal sechs Millionen Passagiere werden.

Zum Vergleich: Der Flughafen Niederrhein brachte im Jahr 2016 1,85 Millionen Menschen in die Luft. Nach teils rasantem Wachstum bis 2010 (2,9 Mio. Passagiere) sind die Zahlen in Weeze seitdem, bis auf eine Ausnahme im Jahr 2013, „dank“ der Einführung der Luftverkehrssteuer wieder rückläufig. Während früher viele Niederländer vom nahe gelegenen Niederrhein abflogen, lohnt sich inzwischen der Weg über die Grenze meist nicht mehr. Ryanair-Flüge von Eindhoven sind oft günstiger als in Weeze.

Mit 1500 direkten Arbeitsplätzen ist der Airport zudem der größte Arbeitgeber in der Region – und investiert weiter in die Infrastruktur. Der direkt an den Terminal andockende Parkplatz 1 soll ausgebaut werden. Dann wird es auch eine Kiss & Ride-Zone geben. Gut geküsst fliegt es sich auch am besten in den Urlaub.

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