Corona-Pandemie

Niederlande: Aus Hochinzidenzgebiet wird Hochrisikogebiet

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Corona-Lage in den Niederlanden

Corona-Lage in den Niederlanden

Kaum hat die Niederlande die Corona-Maßnahmen gelockert, steigen die Infektionszahlen wieder. Diesmal sind vor allem junge Menschen betroffen.

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Aus den Niederlanden.  Die Niederlande haben ihren Status vom Hochinzidenzgebiet zum Hochrisikogebiet verändert. Was das für Urlaub, Ausflüge und Pendeln bedeutet.

Durch die Neufassung der Coronavirus-Einreiseverordnung des Budnes werden seit dem 1. August Risikogebiete nur noch in zwei Kategorien ausgewiesen: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Die Kategorie der „einfachen“ Risikogebiete entfällt.

Das trifft auch die Niederlande, die nun nicht mehr "Hochinzidenzgebiet", sondern Hochrisikogebiet sind. Erst kürzlich war das Nachbarland von NRW als Hochinzidenzgebiet eingestuft worden. Der Grund: Die Neuinfektionen waren aufgrund der Verbreitung der Delta-Variante explodiert.

Hochrisikogebiet: Was bedeutet das für Reisende?

Praktisch ändert sich dadurch für Reisende nichts. Weiterhin gilt: Rückreisende aus den Niederlanden, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Und bei der Rückkehr von Tagesausflügen in den Niederlanden muss nun immer ein negatives Testergebnis im Gepäck sein.

Die Bundespolizei kontrolliert das stichprobenartig. Für Grenzpendlerinnen und Grenzpendler sowie für Reisen unter 24 Stunden gelten unterdessen gewisse Ausnahmen. Lesen Sie hier die Details:

Welche Regeln gelten für die Niederlande?

Anmeldepflicht:

Einreisende müssen sich laut den Einreisebestimmungen des Bundes nach einem Aufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet vor ihrer Ankunft in NRW auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

Ausnahme: Kinder unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Für Grenzpendlerinnen und Grenzpendler, bei Aufenthalten von weniger als 24 Stunden und für den Besuch enger Verwandter von höchstens 72 Stunden in den Niederlanden besteht keine Anmeldepflicht.

Quarantänepflicht:

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkommt, muss zudem in häusliche Quarantäne. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche jeden Alters.

Ein sogenanntes "Freitesten" ist erst nach fünf Tagen möglich. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne nach Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet nach dem fünften Tag der Einreise automatisch.

Ausnahme: Für genesene und vollständig geimpfte Personen endet die Quarantäne unmittelbar, wenn diese den Genesenennachweis oder den Impfnachweis übermitteln. Für Grenzpendlerinnen und Pendler, bei Aufenthalten von weniger als 24 Stunden und für den Besuch enger Verwandter von höchstens 72 Stunden besteht keine Quarantänepflicht.

Test- und Nachweispflicht:

Bei Rückkunft aus einem Hochinzidenzgebiet müssen Reisende ab 12 Jahren generell - also nach einem Urlaub wie nach einem Tagesausflug - ein Nachweis über einen negativen Test, Impfung oder Genesung bei der Einreise mitgeführt werden.

Das ist auch auch in Form des digitalen COVID-Zertifikats möglich. Die Testabnahme darf bei einem Schnelltest höchstens 48 Stunden, bei einem PCR-Test höchstens 72 Stunden zurückliegen.

Ausnahme: Für das Grenzgebiet gelten laut NRW-Staatskanzlei Erleichterungen. Grenzpendler und Grenzgänger, die aus beruflichen Gründen, wegen ihres Studiums oder Schulbesuchs regelmäßig ein- und ausreisen, sind von der Anmelde- und Quarantänepflichten befreit. Außerdem müssen sie sich nur zweimal wöchentlich testen lassen. Ein Test kann auch erst nach Einreise - etwa am Arbeitsplatz - gemacht werden.

Test vor Arbeitsbeginn nach Urlaub:

Sowieso gilt aktuell in NRW: Beschäftigte ohne vollständigen Impfschutz oder Genesenen-Nachweis, die mindestens fünf Tage aufgrund von Urlaub oder ähnlichen Abwesenheiten nicht gearbeitet haben, müssen nach der Rückkehr am ersten Tag an ihrem Arbeitsplatz ein maximal 48 Stunden altes, negatives Testergebnis vorweisen oder vor Ort einen Test durchführen.

Achtung: Im Zweifel muss also doppelt getestet werden, wenn der Test für die Einreise zu alt ist. Wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage bestätigt, reicht zudem ein im Ausland gemachter Test als Nachweis am Arbeitsplatz nicht aus.

Ein im Inland durchgeführter Test zum „Freitesten“ könne wiederum dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Notwendig sei ein Negativtestnachweis aus einer Bürgertestung oder einer Einrichtungstestung im Sinne der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung oder ein im Verlauf des ersten Arbeitstages ein dokumentierter beaufsichtigter Test im Rahmen der Beschäftigtentestung, so ein Ministeriumssprecher. (red./dpa)

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