Stage Entertainment

Musical-Mitarbeiter in Oberhausen und Essen verlieren Jobs

An den Bars und Garderoben werden ab September im Metronom-Theater in Oberhausen und im Essener Colosseum neue Mitarbeiter stehen.

An den Bars und Garderoben werden ab September im Metronom-Theater in Oberhausen und im Essener Colosseum neue Mitarbeiter stehen.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Essen/Oberhausen.  Servicefirma muss Insolvenz anmelden - Mitarbeiter im Metronom-Theater und im Essener Colosseum sind betroffen. Kritik an Stage Entertainment.

Zahlreiche Service-Mitarbeiter, die für das Essener Colosseum und das Metronom-Theater in Oberhausen Getränke eingeschenkt, Plätze zugewiesen oder Tickets kontrolliert haben, verlieren zum 31. August ihren Job. Das Musical-Unternehmen Stage Entertainment hat Ende des vergangenen Jahres die Zusammenarbeit mit der Servicefirma „Onstage and sports GmbH“ (OSS) gekündigt, die daraufhin Insolvenz anmelden musste. Die Betriebsräte üben scharfe Kritik an Stage Entertainment.

Um wie viele Arbeitsplätze es sich genau handelt, ist unklar. Während Stage Entertainment von 30 bis 70 Stellen spricht, handelt es sich laut OSS-Betriebsrat um 120 bis 130 Stellen allein in Essen und Oberhausen. In Essen variiere die Zahl der Mitarbeiter stark, da im Colosseum wechselnde Veranstaltungen stattfinden. In Oberhausen hingegen gibt es eine feste Produktion. Insgesamt sind nach Angaben des Betriebsrates 1200 Mitarbeiter bundesweit betroffen. Stage Entertainment arbeitete mit der Servicefirma auch an den Standorten Hamburg, Stuttgart und Berlin zusammen.

Stage Entertainment war unzufrieden mit der Leistung

Stage Entertainment zeigt sich unzufrieden mit der Leistung der Servicemitarbeiter von „Onstage and sports“. „Unser Verständnis von der Qualität der Arbeit wich immer stärker voneinander ab. Wir erwarten von unserem Foyer-Dienstleister höchste Ansprüche an die Mitarbeiterqualifikation und die Bereitschaft, neue Services und Produkte auszuprobieren. Dies war zuletzt nicht mehr gegeben“, antwortete ein Stage-Sprecher auf die Frage nach den Gründen.

Den Service in den Theatern in Essen, Oberhausen, Hamburg, Stuttgart und Berlin soll ab dem 1. September die „Gesellschaft für Veranstaltung und Organisation“ (GVO) übernehmen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Osnabrück ist mit rund 5000 Mitarbeitern an 40 Standorten, unter anderem in Essen und Düsseldorf, vertreten.

Der Vertrag zwischen Stage und GVO stehe nach Aussage des Stage-Sprechers kurz vor der Unterzeichnung.

Service ist ausgegliedert worden

Den Betriebsrat ärgert besonders, dass die Servicemitarbeiter von „Onstage“ nicht von der neuen Firma übernommen werden sollen, sondern stattdessen die Kündigung erhalten. Einer Betriebsrätin zufolge seien die Mitarbeiter auch bei zurückliegenden Dienstleisterwechseln übernommen worden. Ursprünglich seien die Servicekräfte direkt bei Stage angestellt gewesen, bevor sie in eine andere Gesellschaft ausgegliedert worden sind.

Der Geschäftsführer der GVO, Andree Westermann, zeigt sich einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge erstaunt. Alle Bewerbungen würden geprüft, es gebe keine Restriktionen gegen Mitarbeiter von OSS.

Musical "Tanz der Vampire" kommt nach Oberhausen

Die Umstellung des Servicebereichs in den zehn Musicalvorderhäusern sei eine „logistische Herausforderung“, schildert ein Stage-Sprecher gegenüber der NRZ. In Oberhausen wechselt im Herbst das Musical. Das aktuell laufende Stück „Bat out of Hell“ endet im September, anschließend folg „Tanz der Vampire“.

„Ein Wechsel zwischen zwei Produktionen ist dabei sogar eher von Vorteil, weil da ja mehrere Wochen lang wenig bis gar keine Gäste im Hause sind“, meint der Stage-Sprecher.

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