Caravan-Klau

Serie hält an: Zwei Wohnwagen am Niederrhein gestohlen

Die gestohlenen Wohnwagen sind oft hochwertig. Dieser Fendt Brillant war Mitte März bei einem Senior in Duisburg entwendet worden.

Die gestohlenen Wohnwagen sind oft hochwertig. Dieser Fendt Brillant war Mitte März bei einem Senior in Duisburg entwendet worden.

Foto: Polizei

AN Rhein und Ruhr.   Unbekannte entwendeten Fahrzeuge in Rees und Neukirchen-Vluyn. Im Jahr 2018 gab es in NRW rund 300 Fälle von Caravan-Klau.

Achtung, am Niederrhein sind Wohnwagen-Diebe unterwegs! Während der Ostertage meldete die Polizei gleich zwei Diebstähle in der Region. In Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel wurde von einem Firmengelände ein Anhänger (Modell: LMC Vivo 522 K) gestohlen, in Rees im Kreis Kleve war ein weißer Wohnwagen der Marke Fendt Bianco Actic 390 FHE geklaut worden.

Das in Rees bei einem Wohnwagenhandel entwendete Fahrzeug war neuwertig, sein Verkaufspreis wird mit 18.736 Euro angegeben. Der Wert des in Neukirchen-Vluyn gestohlenen Wohnwagens wird von der Polizei auf Nachfrage mit rund 20.000 Euro beziffert. Das Fahrzeug dort ist auf das Kennzeichen KK-L 3899 zugelassen.

Nach Belgien und in die Niederlande

Caravan-Klau ist bundesweit ein Problem – insbesondere aber auch in Nordrhein-Westfalen. Im vergangenen Jahr zählte das Landeskriminalamt hier rund 300 Fälle, 2017 waren es 345 gewesen. Zahlen für das laufende Jahr liegen noch nicht vor. Allerdings sind in den vergangenen Wochen und Monaten bereits eine ganze Reihe Diebstähle bekannt geworden – u. a. in Bottrop, Düren, Simmerath bei Aachen und Wassenberg im Kreis Heinsberg. Die Schadenssumme ist mitunter beträchtlich. Allein ein Mitte März in Duisburg entwendeter Anhänger der Marke Fendt Brillant hat einen Wert von 70.000 Euro.

Hinter einem erheblichen Teil der Fälle vermuten Ermittler britisch-irische Wanderarbeiter und Familienverbände vom Balkan. Gestohlene Fahrzeuge werden Erkenntnissen der Polizei zufolge nach Belgien oder in die Niederlande verbracht oder in der Heimat der Kriminellen selbst genutzt.

Wenn Fahrzeug länger steht: Räder ab

Die Polizei rät dazu, die Fahrzeuge mit Alarmanlagen auszustatten, Radkrallen zu nutzen und Anhängerkupplungen mit Kasten- oder Stülpschlössern zu sichern. Wenn Fahrzeuge länger stehen, sollten die Räder abmontiert werden.

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