A57

Seifenlauge auf A57 - Keine Sperrung der Autobahn notwendig

Der Stoff hatte sich durch Regen und Verkehr auf der gesamten Fahrbahn verteilt. Dadurch wurde die Fahrbahn zwischen Neuss-Süd und Köln-Nord in Richtung Köln spiegelglatt, „wie bei Glatteis, nur ohne Minustemperaturen“, so die Autobahnpolizei Düsseldorf.

Der Stoff hatte sich durch Regen und Verkehr auf der gesamten Fahrbahn verteilt. Dadurch wurde die Fahrbahn zwischen Neuss-Süd und Köln-Nord in Richtung Köln spiegelglatt, „wie bei Glatteis, nur ohne Minustemperaturen“, so die Autobahnpolizei Düsseldorf.

Foto: David Young / dpa

Dormagen.  Entwarnung nach dem Seifenlauge-Vorfall auf der A57 bei Neuss. Auch das Tempolimit wird wieder aufgehoben. Der Verursacher ist weiter unbekannt.

Entwarnung für A57-Pendler! Die Autobahn in Richtung Köln muss nicht gesperrt werden, die Fahrbahn ist wieder griffig genug und nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, nachdem sich dort in der vergangenen Woche Seifenlauge verteilt hatte. Das hat die Griffigkeitsprüfung ergeben, deren Ergebnis noch ausstand. Am Mittwochmorgen wurden die Tempo 60-Schilder dann wieder abgebaut und das Tempolimit aufgehoben.

Bis das Ergebnis feststand hatte Straßen.NRW mehrere Szenarien entwickelt, um die Fahrbahn zwischen Neuss-Süd und Köln-Nord wieder griffig zu bekommen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Im schlimmsten Fall hätte der Asphalt einige Zentimeter abgetragen und wieder neu aufgetragen werden müssen. Das wäre aber nur mit einer Vollsperrung an einem Wochenende möglich gewesen, heißt es beim Landesbetrieb.

Ergeben hat diese Fahrbahnuntersuchung aber auch, dass auf einem Streckenabschnitt der Asphalt nicht mehr ganz so griffig ist, was nicht mit dem Seifenlauge-Vorfall zu tun hat - dort gilt nun erstmal Tempo 80 bei Nässe.

Verursacher ist noch nicht gefunden

Unklar ist hingegen weiterhin, wer den Schaden angerichtet hat. Die Chancen, dass der Verursacher sich der Polizei stellt, sind wohl recht gering. Denn auf ihn kämen recht hohe Kosten zu, deren Höhe aktuell noch nicht zu beziffern ist, so Straßen.NRW-Sprecher Timo Stoppacher. „Und der Fahrer des Lkw muss es auch erstmal bemerkt haben, dass ein Teil seiner Ladung auf die Straße getropft ist“, ergänzt Polizeisprecher Kim Ben Freigang.

Dass die Ermittler der Düsseldorfer Autobahnpolizei den möglichen Verursacher mithilfe einer Stoffanalyse finden, davon geht Polizeisprecher Freigang nicht aus. Die Verunreinigungen etwa durch Betriebsflüssigkeiten und Reifenabrieb, würden dies sicherlich erschweren und verfälschen, so der Sprecher weiter.

Autobahnpolizei hofft auf „Kommissar Zufall“

Auch lässt sich der Zeitraum, wann die Flüssigkeit auf die Fahrbahn getropft ist, schwierig einschätzen. Bemerkt worden war dies erst, nachdem ein Autofahrer auf der glatten Fahrbahn bei Dormagen ins Schleudern geraten war. Das war gegen 21.32 Uhr am Mittwochabend. Da hatte sich die Flüssigkeit jedoch bereits durch die Nässe und den Verkehr weiträumig verteilt. Dazu Polizeisprecher Freigang: „Es war aber auch schon ein paar Stunden vorher dunkel.“

Und so hofft die Autobahnpolizei Düsseldorf, dem Verursacher durch mögliche Zeugenhinweise (Telefon 0211/8700) und „Kommissar Zufall“ dennoch auf die Spur zu kommen. (mawo)

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