Hambacher Forst

RWE-Chef will Erhalt des Hambacher Forstes prüfen

Der Tagebau Hambach schiebt sich an den Hambacher Forst.Foto: Federico Gambarini/dpa

Der Tagebau Hambach schiebt sich an den Hambacher Forst.Foto: Federico Gambarini/dpa

Foto: Federico Gambarini

Essen/Kerpen.   Kann der Hambacher Forst doch erhalten bleiben? RWE-Chef Rolf Martin Schmitz will im Zuge einer neuen Braunkohleplanung Möglichkeiten prüfen.

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RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hat nach dem geplanten Kohleausstieg in Deutschland einen Erhalt des vom Braunkohletagebau seines Konzerns bedrohten Hambacher Forstes nicht ausgeschlossen. „Wenn wir wissen, wie der weitere Weg ist und das definitiv dann auch in irgendeiner Weise festschreiben, da gehört ein privat-öffentlicher Vertrag dazu, dann müssen wir mit Sicherheit eine neue Braunkohleplanung machen“, sagte Schmitz am Montag auf eine Konferenz in Essen. „Und in der neuen Braunkohlenplanung werden wir prüfen, ob so etwas geht.“

Die Kohlekommission hatte es für wünschenswert bezeichnet, das Waldstück bei Köln zu erhalten. Der Forst, von dem der größte Teil in den vergangenen Jahren abgeholzt wurde, ist zum Symbol der Anti-Kohle-Bewegung geworden.

Erhalt ist für RWE nicht die bevorzugte Lösung

Schmitz machte deutlich, dass er einen Erhalt des Waldes nicht als bevorzugte Lösung ansieht. „Ich muss nochmal sagen, wirklich sinnvoll ist das nicht.“ Irgendwo müsse der Abraum hergeholt werden, um die Böschungen des Tagebaus abzusichern.

„Ich kann es immer machen. Einen Ingenieur ist nicht zu schwer, aber es kostet halt Millionen, zig Millionen zusätzlich. Da muss man sich überlegen, was ist so ein Baum wert.“

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission hat sich für ein Ende der Kohleverstromung bis 2038 ausgesprochen. Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung soll bis 2022 in NRW Kraftwerke mit einer Leistung von 3,9 Gigawatt abgeschaltet werden. „Es gab noch kein einziges Gespräch“, sagte Schmitz. Diese müssten nun zügig beginnen. Schließlich müsse er Stilllegungen vorher anmelden. Zudem stünden Tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel. (dpa)

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