Innenstadt

Oberhausener wollen mehr Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt

So sieht der Weihnachtsmarkt auf dem Oberhausener Altmarkt aus: Im Hintergrund führt die neue Eisbahn mit Teflonschicht um die Friedenssäule herum.

So sieht der Weihnachtsmarkt auf dem Oberhausener Altmarkt aus: Im Hintergrund führt die neue Eisbahn mit Teflonschicht um die Friedenssäule herum.

Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen.   Der neu konzipierte City-Weihnachtsmarkt auf dem Oberhausener Altmarkt wird von Besuchern kritisiert: Es mangelt an Künstlern und Kulisse.

Der Schnee rieselte bisher noch nicht leise auf den Altmarkt — doch über den neuen Weihnachtsmarkt wird dafür umso angeregter diskutiert. Seit knapp drei Wochen öffnen die Buden und Hütten in der Innenstadt rund um die Friedenssäule. Das Zwischenfazit fällt bei den Händlern und Besuchern bislang durchwachsen aus.

Die neu konzipierte „City Weihnacht“ hatte Anfang November den Weihnachtswald abgelöst. Eine Eisbahn und die darum platzierten Markthütten ersetzen einen bisher mit dichten Tannen ummantelten Bummel-Wald. Eine Kulisse, die auch dem Budenbetreiber Sascha Zoske durchaus zusagte. Der Oberhausener verkauft hier Seife und Badeprodukte sowie Likör. Mit den Umsätzen ist er bislang nicht zufrieden.

Zu großer Abstand zwischen Hütten und Eisbahn

Während der Einfluss auf das Schmuddelwetter übersichtlich ist, wünscht er sich jedoch eine deutlich dichtere Marktstruktur. Die Hütten stehen mit größerem Abstand von der zentralen Eisbahn entfernt. Der Zwischenraum bleibe daher kalt, auch könne der Altmarkt mehr Tannen und Dekoration gut vertragen, meint Zoske. Den bisherigen Weihnachtswald sah er als guten Kontrast zu überfüllten Weihnachtsmärkten. „Das Gemütliche macht den Reiz aus!“

Dies wünscht sich der Händler auch für den City-Weihnachtsmarkt. Der in den vergangenen Jahren kritisierte Rindenmulch, der mit Wasser vollgezogen als Matsche störte, ist zwar verschwunden. Diesen könne man jedoch nun als Dekoration am Wegesrand nutzen, so sein Vorschlag.

Bühnenprogramm soll früher starten

Ähnlich sieht es Besucherin Heide Weber, die sich mehr Atmosphäre wünscht. „Es ist zwar angenehm, dass einem die Leute nicht auf die Füße steigen, doch ein dichteres Geschehen und mehr Lichterketten wäre nicht schlecht.“

Schausteller Carlo Eickenberg verkauft Waffeln und Crêpes und kann die Anregungen verstehen. Vier Jahre lang backte er seine Leckereien im Weihnachtswald, baute sich eine kleine, aber feine Stammkundschaft auf. „Mehr geschmückte Tannen und ein früher beginnendes Bühnenprogramm könnten mehr Besucher anlocken.“ Auch sollten Öffnungszeiten und Programm angeglichen werden. Dass man es nicht jedem recht machen kann, weiß auch er. Grundsätzlich mag er den Standort für den Weihnachtsmarkt.

Zufrieden mit den Besuchern auf der Eisbahn

Die neue Eisbahn, die ohne echtes Eis, sondern mit einer Teflonschicht funktioniert, findet meist Zustimmung — obgleich keine eigenen Schlittschuhe verwendet werden können. Uwe Muth, kreativer Kopf des Weihnachtsmarktes, ist mit den Besucherzahlen der Bahn durchaus zufrieden. Gerade an den Wochenenden würde das Angebot gut genutzt. Viel Lob habe es von den Besuchern zudem für die Krippenausstellung in der Herz-Jesu-Kirche gegeben.

Konstruktive Kritik nehme er an. Die Buden sollen künftig wieder dichter zusammenrücken. Auch an der Dekoration wolle man arbeiten, um die vorweihnachtliche Atmosphäre auf dem Altmarkt zu verdichten, verspricht Muth.

>>> Das Bühnenprogramm

Für Musikinteressierte hält die City-Weihnacht folgende Auftritte bereit: So will am Samstag, 15. Dezember, ab 19 Uhr die ausgebildete Opernsängerin Richetta Manager begeistern. Sie fühlt sich im Jazz und Gospel ebenso zuhause wie in der Klassik. Die Sängerin trat unter anderem bei der Gedenkfeier für die Opfer der Loveparade in Duisburg auf.

Am Montag, 17. Dezember, singt um 15 Uhr ein Knappenquartett, und am Dienstag, 18. Dezember, steht ab 17 Uhr Singer und Songwriter Mark Bennett auf der Bühne.

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