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Jetzt ist es endgültig: Moers verliert das Finanzamt

Das Finanzamt Moers.

Das Finanzamt Moers.

Foto: Fotografie Olaf Fuhrmann

Moers.   Der Vertrag wird diese Woche unterzeichnet. Moerser Bürgermeister Fleischhauer: „Wir sind aus dem Rennen.“ Trotzdem gibt es positive Signale.

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In dieser Woche unterzeichnen die Oberfinanzdirektion NRW und die Hellmich-Gruppe den Vertrag zur Nutzung des ehemaligen BenQ-Gebäudes in Kamp-Lintfort als Finanzamt. Damit steht auch fest: Zum Jahresende zieht das Finanzamt aus dem bisher genutzten Gebäude in Moers aus.

Bürgermeister Christoph Fleischhauer teilte am Dienstag nach einem Gespräch im Finanzministerium in Düsseldorf mit: „Wir sind aus dem Rennen.“ Fleischhauer berichtete, in dem Gespräch hätten die Vertreter des Ministeriums deutlich gemacht, dass auch sie die Art und Weise, wie die Entscheidung zu Stande gekommen sei, für „unglücklich“ hielten. Fleischhauer: „Wir waren uns einig, dass die Stadt früher hätte eingebunden werden müssen.“

Die bereits weit gediehenen Umzugspläne waren der Stadt im November durch Zufall bekannt geworden (NRZ berichtete). Staatssekretär Dr. Patrick Opdenhövel teilte nach dem Gespräch mit: „Wir haben den Fehler gemacht, dass sich die Stadt Moers nicht adäquat in den Prozess einbringen konnte. Wir haben heute aber auch deutlich gemacht, dass die Entscheidung für den neuen Standort Kamp-Lintfort wirtschaftlich geboten ist, weil eine Sanierung oder ein Neubau in Moers kostengünstig nicht möglich wären.“

Areal anderweitig nutzen

Gleichwohl, das erfuhr die NRZ aus dem Ministerium, muss der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) jetzt eine „Entbehrlichkeitsprüfung“ machen. Hier werde geprüft, ob ein anderer Landesbetrieb das Areal, das das Finanzamt verlässt, in Anspruch nehmen könnte.

Kurzfristig sollen zwischen der Stadt Moers und dem BLB zudem Gespräche aufgenommen werden, wie das Areal des bald ehemaligen Finanzamtes künftig zu nutzen ist, wie Fleischhauer und Opdenhövel mitteilten.

Christoph Fleischhauer: „Da bin ich positiv gestimmt. Wir sollten jetzt keine Zeit verlieren, uns gemeinsam Gedanken zu machen. Ich bin sicher, dass unser Begehren jetzt ganz oben auf dem Stapel der abzuarbeitenden Dinge im Ministerium liegt.“

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