Adventszeit

Im Paderborner Dom steht ein Häftling an der Krippe

Menschen im Gefängnis gehören dazu: Mit einem Mann in Handschellen steht eine neue Figur an der Krippe im Paderborner Dom.

Menschen im Gefängnis gehören dazu: Mit einem Mann in Handschellen steht eine neue Figur an der Krippe im Paderborner Dom.

Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Padderborn

Paderborn.  "Wir wollen zeigen, dass Kirche an ungewohnten Lebensorten wie dem Gefängnis präsent ist“, sagt Diözesanbeauftragte Daniela Bröckl,

Seite an Seite mit den Hirten, den Heiligen drei Königen und den anderen Charakteren wird in dieser Adventszeit auch ein Häftling an der Krippe im Paderborn stehen - deutlich erkennbar an seinen Handschellen. Die Botschaft: Auch Gefangene gehören zur Gesellschaft.

13.904 Männer und Frauen befinden sich aktuell in Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen (Stand: 27. November 2020). Die Figur im Paderborner Dom hat das Team der Gefängnisseelsorge im Erzbistum gestiftet.

Gärtnerei der JVA Bielefeld-Senne hilft bei der Krippenlandschaft

"Wir wollen zeigen, dass Kirche auch an ungewohnten Lebensorten wie dem Gefängnis präsent ist“, sagte Daniela Bröckl, die Diözesanbeauftragte für Gefängnisseelsorge. Sie und ihr Team werden ihre Arbeit in den nächsten Wochen auf Stellwänden an der Krippe vorstellen, teilte das Erzbistum an diesem Freitag mit.

Durch den ganzen Advent hindurch werden Mitarbeitende der Gefängnisseelsorge im Erzbistum voraussichtlich mittwochs und samstags für Gespräche zur Verfügung stehen, teilte das Erzbistum mit. Nicht zuletzt beteilige sich die Gärtnerei der JVA Bielefeld-Senne aus dem Hafthaus Ummeln an der Gestaltung der Krippenlandschaft.

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