Extra Drei

Kunst mit Tatzenschaden

Katzen können zerstörerische Wesen sein. Ihre Ignoranz gegenüber den Besitztümern ihrer Frauchen und Herrchen macht auch keinen Halt vor Kunst.

Katzen, das weiß jeder, der eine besitzt oder je besessen hat, können zuweilen zerstörerische Wesen sein. Normalerweise lassen sie ihre Launen aber an Polstermöbeln oder Raufasertapeten aus und nicht an – Kunstwerken. Andererseits liegen bei den meisten von uns mehr oder minder bedeutende Kunstwerke auch nicht zuhauf in Stubentigers häuslichem Revier herum.

Ein wenig anders geht es aber offenbar in den Haushalten von Kunsthistorikern zu. In Großbritannien hat jedenfalls die Katze eines bedeutenden Kunstexperten unlängst ein Barockgemälde ziemlich ruiniert. Der Mann hatte das Bild aus dem 17. Jahrhundert vor einiger Zeit erworben, es hatte zwei kleine Risse. Er restaurierte es mit Liebe und Mühe – aber sowas interessiert Katzen nicht. Sie interessieren sich dafür, wo sie ungestört dösen oder wild herumspringen können. Bei letzterem landete die britische Kunstkennerkatze auf dem frisch wiederhergestellten Barockbild. Gegen die Tatzen-Verwüstungen waren die beiden Risse ein Schaden von nahezu lachhaftem Ausmaß. Die Katze soll auch das nicht besonders bekümmert haben. Sie bereue nichts, berichtete ihr Besitzer.Typisch. Katzen gelten nicht umsonst als ziemlich ignorante Zeitgenossen.

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