Justiz

Geldbußen nach Seilbahn-Havarie in Köln

Archivbild. Höhenretter der Feuerwehr bargen am 30 Juli 2017 in Köln mehrere Menschen aus Gondeln der Seilbahn.

Archivbild. Höhenretter der Feuerwehr bargen am 30 Juli 2017 in Köln mehrere Menschen aus Gondeln der Seilbahn.

Foto: Martin Oversohl / dpa

Köln.  Zwei Jahre nach der Havarie der Kölner Seilbahn sind gegen die Betreiberfirma und einen Mitarbeiter Geldbußen verhängt worden. 75 Passagiere saßen fest.

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Nach der Havarie der Kölner Seilbahn im Jahr 2017 müssen der Betreiber sowie ein Mitarbeiter Geldbußen zahlen. Die Seilbahn AG müsse eine fünfstellige Geldbuße zahlen, ein Mitarbeiter eine vierstellige, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bestätigte. Zuvor hatten der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die "Kölnische Rundschau" berichtet. Gegen einen weiteren Mitarbeiter stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein.

Die Seilbahn war stillgelegt worden, nachdem sie im Juli 2017 plötzlich stehengeblieben war. Damals saßen 75 Menschen teils stundenlang in großer Höhe in den Kabinen fest. In einer spektakulären Rettungsaktion wurden sie von Höhenrettern der Feuerwehr befreit und auf ein Schiff abgeseilt. Seit Ende März dieses Jahres fährt die Seilbahn wieder - mit verbessertem Sicherheitskonzept.

Seilbahn-Gondeln werden bei starkem Wind jetzt früher gestoppt

Ursache für die Havarie vor mehr als anderthalb Jahren war einem Gutachten zufolge böiger Wind, der ein sogenanntes Hilfsseil derart in Schwingung versetzte, dass es sich an einer Gondel verfing. Künftig soll die Seilbahn bei Wind schneller gestoppt werden: Durfte sie früher bis zu einer Windstärke von 16 Metern je Sekunde fahren, wurde der Grenzwert nun auf zwölf Meter pro Sekunde gesenkt.

In den Gondeln hängt zudem jeweils nun ein Notfall-Handy. Dann wird nach Angaben des Betreibers sofort eine Verbindung zur Bodenstation hergestellt. (dpa)

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