Musik aus Mittelerde

Ein neuer Song aus Mittelerde – von „Faelend“

Musik aus der WG. Bandmitglieder der Gruppe „Faelend“ bei der Heim-Arbeit. Am Küchenklavier, ein Fender Rhodes Piano: Jürgen Magdziak. An der Akustikgitarre: Ben Paderna. An der Autoharp: Monika Stienen.

Musik aus der WG. Bandmitglieder der Gruppe „Faelend“ bei der Heim-Arbeit. Am Küchenklavier, ein Fender Rhodes Piano: Jürgen Magdziak. An der Akustikgitarre: Ben Paderna. An der Autoharp: Monika Stienen.

Foto: Selfie / Mo Stienen

Am Niederrhein.  Was machen Musiker, wenn sie keine Konzerte geben können? Sie schreiben neue Songs. Die Band „Faelend“ begibt sich wieder ins Land der Elben...

Da ist sie wieder, die Musik der dunklen Elben – komisch nur, dass das Drumherum so anders ist – kein mystischer Zauber, keine Wesen aus Mittelerde sondern ein Strauß Tulpen in der Vase, ein Klavier in der Küche und Menschen, die aussehen wie Menschen und nicht wie – Faelend… Monika Stienen nickt, schmunzelt und sagt: „Live spielen geht vorerst nicht mehr, wer weiß wie lange. Bis auf Weiteres sind alle unsere Konzerte und Festivals abgesagt oder in Gefahr, abgesagt zu werden. So geht es allen Musikerkollegen und Kulturschaffenden.“ Und alle suchen nach Alternativen – da werden die digitalen Plattformen immer wichtiger.

Heilkraut aus Mittelerde

hier geht's zum Musikvideo

Und so hat die Band Faelend aus Wachtendonk, die seit vielen Jahren mit ihrer Musik der dunklen Elben ihre Fans verzückt und sich mit elbischer Kunstsprache durch Zeiten und Dimensionen singt – nun hat Faelend einen aktuellen Song geschrieben und produziert: „Heal me“ – und man darf ergänzen: „Heal me – from Corona“. Seit ein paar Tagen gibt’s dazu das Musikvideo auf youtube.

Eine Single-Auskopplung aus dem neuen Album. „Wir wussten zuerst nicht, ob es richtig oder passend ist, ‘Heal me’ zu veröffentlichen“, sagt Sängerin Mo Stienen, die im richtigen Leben Musikerin und Musikpädagogin in Duisburg ist – und jetzt auch zur Arbeit im Home Office und zu Home Schooling verdonnert ist. „Aber dann haben wir uns gedacht: So etwas können wir gerade alle gut brauchen, ein Heilmittel… für die Seele.“

Frodo und Eowyn und die dunklen Mächte

„Heal me“ handelt von „Athelas“ dem wundersamen, süß-duftenden Heilkraut aus Tolkiens Mittelerde, mit dem Aragorn seine körperlich und seelisch von dunklen Mächten verwundeten Freunde Frodo und Eowyn geheilt hat…

Infos zur Band Faelend

Ein Song, der einfach gesetzt ist, alle spielen unisono, Koto, Gitarre, Geige, Shakuhachi, Synthies, Bass und Cembalo. „Es ist auch so komponiert, dass andere Musiker und Sänger mit uns gemeinsam performen und es selbst nachspielen und nachsingen können“, sagt Monika Stienen.

Das Foto oben ist bei der Heim-Arbeit entstanden, gestern, auf dem Bauernhof in Wachtendonk, auf dem ein Teil der Band in einer WG zusammenlebt. Mit den anderen Bandmitgliedern wird derzeit via Internet geprobt – „mein Bruder Frank, der auch am Plattencover arbeitet, schaltet sich vom Home Office dazu“, so Mo Stienen.

Akustikgitarre, Laute, Harp, Piano

Und so sitzt Jürgen Magdziak am Küchenklavier, einem Fender Rhodes Piano, Ben Paderna spielt Akustikgitarre und Laute, Monika Stienen hat ihre Autoharp geschnappt. „Heal me, sunlight sprinkled breeze“. Eigentlich sei der Song ganz schnell entstanden.

mehr Musik von Faelend hier

„Ben Paderna hat Gitarre gespielt, ich habe eine Melodie und einen Text dazu geschrieben und gesungen, alle anderen Faelend-Musiker sind spontan eingestiegen, wir haben’s aufgenommen – done.“ Bruder Frank hat über Nacht das Video dazu gemacht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben