Stadtentwicklung

Edeka investiert mehr als 100 Millionen Euro in Moers

Ein Markt und die  Edeka-Verwaltung sollen nach Moers kommen.

Ein Markt und die Edeka-Verwaltung sollen nach Moers kommen.

Foto: Edeka

Moers.   Das E-Center in Utfort soll 2021 eröffnen, gleichzeitig wird dort auch die neue Verwaltung von Edeka Rhein-Ruhr für 700 Mitarbeiter bezogen.

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Seit mehr als sechs Jahren wird der Bau eines Edeka-E-Centers und einer neuen Verwaltungszentrale der Handelsgesellschaft in Moers-Utfort diskutiert und geplant. Nun darf man davon ausgehen, dass das Mammutprojekt an der Rheinberger Straße tatsächlich Realität wird.

Der Fachausschuss des Rates stimmte am Donnerstag dem entsprechenden Bebauungsplan und einem städtebaulichen Vertrag mit dem Unternehmen zu – einstimmig. Anfang kommenden Jahres sollen die Arbeiten beginnen.

2021 will Edeka den Markt eröffnen und seine Verwaltung nach Utfort verlegen.

Der Supermarkt wird auch Versuchslabor

Etwas mehr als 100 Millionen Euro wird Edeka Rhein-Ruhr am Standort investieren. Der Leiter der Standortentwicklung, Peter Meis, geht davon aus, dass im E-Center 80 bis 100 Vollzeitarbeitsplätze entstehen. Mit 3400 Quadratmetern Verkaufsfläche erhält er eine Größe, wie sie auch andere E-Center haben.

Das Besondere in Utfort: Der Markt wird zugleich eine Art „Versuchslabor“. Edeka will dort neue Produkte und Entwicklungen im Lebensmitteleinzelhandel testen, beispielsweise Kassenabläufe oder Gastronomiekonzepte. Laut Verkehrsgutachten werden über den Tag verteilt gut 5500 Kundinnen und Kunden erwartet.

In einer „Mall“ im Eingangsbereich sind neben der Bäckerei Büsch weitere Läden vorgesehen, Lotto, Eis, Blumen, auch eine Apotheke, Reisebüro und ein Optiker. Wie das Obergeschoss genutzt wird, ist noch nicht ganz klar. Gegenüber der NRZ nannte Peter Meis unter anderem eine Kochschule, nicht auszuschließen sind auch Arzt- oder Anwaltspraxen, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Festlegungen oder gar Verträge gebe es aber noch nicht.

Diskussion um Außenanlagen hat Zeit gekostet

Was im Vorfeld viel Zeit gekostet hat, waren nicht nur die Diskussionen um die Außenanlagen (NRZ vom 12. Juni), sondern auch das Ringen um die Architektur und Fassaden der Gebäude. Mit Zustimmung des städtischen Gestaltungsbeirates werden E-Center und Ladenzeile eine Fassade aus Metall und Glas erhalten. Der Anlieferungsbereich am nördlichen Ende des Komplexes wird eingehaust, das Wäldchen dort bleibt entgegen ersten Planungen stehen.

Nicht gerade billig wird auch die Fassade der viergeschossigen Verwaltung aus grauem Klinker und Glas. Klinker sei zwar teurer als andere Materialien, nicht aber in der Unterhaltung, so der Technische Beigeordnete der Stadt, Thorsten Kamp. Zudem sorge er auch langfristig für einen hochwertigen Eindruck vom Gebäude.

Der Mietvertrag ist unterschrieben

Errichtet wird die Zentrale gegenüber vom E-Center-Eingang und mit dem „Rücken“ zur Rheinpreussenstraße.

700 bis 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dort ihre Arbeitsplätze einnehmen. Derzeit sind sie an der Chemnitzer Straße und am Drennesweg untergebracht.

Die Personalabteilung mit 50 Leuten befindet sich im Gewerbegebiet Asterlagen, zieht aber noch in diesem Jahr vorübergehend ins Eurotec. Der Mietvertrag, so Peter Meis, ist bereits unterschrieben. Im östlichen Bereich des Geländes entstehen zudem ein Trinkgut, ein Rechenzentrum und ein Parkhaus mit 984 Stellplätzen.

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