Erster Advent

Duisburger Handel erwartet gutes Weihnachtsgeschäft

Die ersten Geschenke sind schon gesichert: Die Geschäfte sind seit einiger Zeit mit Blick auf Weihnachten dekoriert, aber der richtige Ansturm auf die Ware für den Gabentisch beginnt wahrscheinlich ab heute.

Foto: Tanja Pickartz

Die ersten Geschenke sind schon gesichert: Die Geschäfte sind seit einiger Zeit mit Blick auf Weihnachten dekoriert, aber der richtige Ansturm auf die Ware für den Gabentisch beginnt wahrscheinlich ab heute. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Der Handel in Duisburg hofft, das sich die gestiegene Kaufkraft auf die Umsätze auswirkt. Und: Es gibt einen verkaufsoffenen Adventssonntag.

Am dritten Adventssonntag bleiben die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Die Gewerkschaft Verdi wird nicht gegen das Sonntags-Shopping klagen – auch mit Rücksicht auf die zu erwartenden Umsätze an diesem Tag. Denn die Vorweihnachtszeit ist die beste Jahreszeit für den Einzelhandel, und der prognostiziert in diesem Jahr in den vier Wochen vor dem Fest ein deutlich besseres Geschäft als im Vorjahr.

Drei Prozent mehr in den Kassen erwarte der Handel bundesweit vom diesjährigen Weihnachtsgeschäft und immerhin noch ein Plus von ein bis zwei Prozent in und um Duisburg, erklärte Wilhelm Bommann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes: „Die Kaufkraft ist gestiegen, das Konsumklima ist hoch – an sich sind das in diesem Jahr ideale Voraussetzungen.“

Das Geschäft mit den Gaben fürs Weihnachtsfest sei immer das „i-Tüpfelchen auf dem Jahresergebnis“, so Bommann weiter. Wobei einzelne Branchen in dieser Zeit sogar stolze 20 bis 25 Prozent ihres Jahresumsatzes erzielen wie etwa die Anbieter von Spielwaren, Unterhaltungselektronik, Parfümeriewaren und Büchern.

Verkaufsoffener Sonntag von enormer Bedeutung

Und weil es 2017 eine „gefühlte verkürzte Einkaufszeit“ gebe, weil der vierte Advent auf Heiligabend fällt und nicht auf einen Sonntag davor, sei auch der verkaufsoffene Sonntag von enormer Bedeutung. Nach den langjährigen Erfahrungen des Einzelhandels sind nämlich das zweite und dritte Adventswochenende die umsatzstärksten Phasen im sowieso schon umsatzstarken Weihnachtsgeschäft. Aus diesem Grund, so Thomas Keuer, Geschäftsführer der Gewerkschaft Verdi, habe man auch darauf verzichtet, juristisch gegen den Sonntagsverkauf am 17. Dezember anzugehen. Dieser Tag sei einfach zu wichtig für den Umsatz der Einzelhandelsgeschäfte.

Öffnen dürfen an diesem dritten Advent – anders als in früheren Jahren üblich – nur die Läden in der Innenstadt mit dem unmittelbaren räumlichen Bezug zum Weihnachtsmarkt. Den unmittelbaren Zusammenhang mit einem Ereignis wie einem Markt oder Fest hatten Richter bei Entscheidungen zu verkaufsoffenen Sonntagen in den vergangenen Monaten immer wieder zur Bedingungen gemacht. Und sind daher oft dem Ansinnen der Gewerkschaft gefolgt und haben dem sonntäglichen Einkaufsbummel einen Riegel vorgeschoben.

„Wir haben unsere Schularbeiten gemacht“

„Wir haben unsere Schularbeiten im Vorfeld gemacht“, erläutert Bommann das Vorgehen von Stadt Duisburg und Einzelhandel, die bis auf einen Fall immer nachweisen konnten, dass ein außergewöhnliches Ereignis in City oder den Stadtteilen der eigentliche Publikumsmagnet sei und nicht so sehr die am Sonntag geöffneten Läden.

In der Innenstadt sei der Großteil der Läden am 17. Dezember am Start, erwartet Bommann. Aber wegen der „kurzen“ Vorweihnachtszeit sei auch schon am Samstag vorm ersten Advent mit größerer Kauflaune zu rechnen. Und der erfahrene Einzelhandelsvertreter weiß auch schon ungefähr, was die Renner im Weihnachtsgeschäft werden dürften und damit die Favoriten für unseren Gabentisch. Ganz vorne: Ein neues Handy. „Alle großen Anbieter haben eine neue Gerätegeneration im Angebot.“ Und: „Höherwertige Düfte sind gefragt.“ Ebenso warme Bekleidung und Bücher.

>>BÜRGERUMFRAGE WAR ENTSCHEIDEND

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in verschiedenen Städten verkaufsoffene Sonntage verhindert, um Beschäftigten im Handel die Sonntagsruhe zu sichern.

In Duisburg trug jedoch eine Bürgerumfrage dazu bei, die Verwaltungsrichter zu überzeugen, die Verdi-Klage gegen die meisten geplanten Shopping-Sonntag abzuweisen.

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