Leserreporter unterwegs

Traumhaftes Wochenende in Brabant

Familie Bahr im Freizeitpark Efteling

Familie Bahr im Freizeitpark Efteling

Foto: Jutta Bahr

Kaatsheuvel.  Familie Bahr hatte bei uns eine Reise als Leserreporter gewonnen. Zu viert ging es auf Abenteuer-Tour in die Niederlande.

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„Als wir die Information erhielten, dass unsere Familie als Leserreporter-Team für ein Wochenende in der niederländischen Provinz Brabant ausgewählt wurde, war die Freude riesig.

Am Freitag direkt nach der Schule fuhren mein Mann Tobias, unsere Töchter Leni (12 Jahre), Charlotte (10 Jahre) und ich, Jutta, Richtung Brabant los. Der Verkehr war noch nicht stark, so dass wir am Nachmittag im Ferienpark Efteling Bosrijk einchecken konnten. Die Mitarbeiterin an der Rezeption war sehr freundlich. Sie erklärte uns, wo wir unser Ferienhaus im Dorf finden und unser Auto parken konnten. Unser Haus war sehr liebevoll eingerichtet. Das Motiv des Sandmanns taucht immer wieder auf, in Büchern zum Vorlesen, in Spielen, in Bildern und in kleinen Sandmannmützen, die für die Bewohner bereitlagen.

Nachdem wir schnell unser Gepäck im Ferienhaus verstaut hatten, ging es natürlich sofort in den nur zehn Minuten entfernten Freizeitpark. Wir nutzten die verbleibende Zeit bis zur Schließung ausgiebig. Als erstes ging es zur Piraña Wildwasserbahn.

Besonders witzig fanden wir, dass andere Besucher außerhalb der Bahn, Wasserfontänen über den vorbeifahrenden Booten auslösen konnten – das haben wir natürlich auch gemacht. Unsere nächsten Ziele waren – der absolute Favorit unserer Töchter – der geheimnisvolle Wassercoaster De vliegende Hollander (Wir waren ja schon nass) und danach Symbolica, der unbeschreiblich schöne Palast der Fantasie.

Die Fahrgeschäfte gefielen uns so gut, dass wir alle am nächsten Tag noch mal nutzten. Nur der Vogel Rok, der mich durch sein niedliches Aussehen täuschte, man geht unter einem riesigen Vogel in eine Indoor-Achterbahn, brachte meinen empfindlichen Magen an den Rand seiner Belastbarkeit.

Besucher verschwinden im rauchenden Erdloch

Erholung fanden wir zum Abschluss unseres Besuches bei der Wassershow Aquanura, die auf dem See am Haupteingang stattfindet. Am nächsten Morgen konnten wir als Ferienhausbewohner schon eine halbe Stunde vor den anderen Besuchern in den Park. Wir nutzten den Tag ausgiebig und besuchten fast alle Attraktionen des Parks. Nur um die Looping-Achterbahn Python und das Fahrgeschäft Baron 1898 machten wir einen großen Bogen. Die schreienden Besucher auf dem Baron blieben in der Luft stehen, bevor sie in ein rauchendes Erdloch verschwanden. Vielleicht traut sich ein Teil der Familie (ich nicht!) bei unserem nächsten Besuch auf die Bahnen.

Nachdem mein Mann und ich uns ein wenig in dem Ferienhaus ausgeruht hatten und die Mädchen noch durch den Parkwald gerast waren, ging es am Abend zur CARO-Show ins Efteling Theater. Die fantasievolle Show begeisterte uns mit Gesang und Tanz von Kindern und Erwachsenen. Die Elemente Wasser und Feuer kamen zum Einsatz. Am Ende der Show gab es sogar noch ein kleines Feuerwerk und sorgte für einen schönen Abschluss des Tages. Leider war damit auch fast schon unser märchenhafter Kurzurlaub, in Eftelings Welt voller Wunder, vorbei. Aber am nächsten Tag ging unsere Tour durch Brabant weiter.

Am Sonntag verließen wir früh den Ferienpark und fuhren nach ‘s-Hertogenbosch, um an einer Bootstour teilzunehmen. Die Rundfahrt auf der Binnendieze führte uns unter Häusern, Geschäften und sogar einer Kapelle hindurch. Im 15. Jahrhundert gab es in ‘s-Hertogenbosch nur wenige befestige Straßen, deshalb wurde der Handel (Leder-, Metallverarbeitung und Braugewerbe) hauptsächlich auf dem Wasser betrieben.

Aus Sicherheitsgründen war es damals verboten, außerhalb der Stadtmauern zu bauen. Man musste sich innerhalb einen Platz suchen, was dazu führte, dass Gebäude über dem Wasser gebaut wurden. Auf der Fahrt konnten wir nicht nur alte und neue Architektur bewundern, sondern sahen auch versteckte Maueröffnungen, Pflanzen in den kleinsten Nischen und viele Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse. Nach ca. 50 Minuten war diese interessante Fahrt zu Ende. Zum Mittagessen kehrten wir in die Eetbar DIT ein. Gut gestärkt ging es weiter Richtung Beekse Bergen.

Unsere letzte Station war der Safaripark Beekse Bergen. Dort kann man wählen, ob man den Park per Boot, mit dem Bus, mit dem eigenen Auto oder zu Fuß durchquert. Wir entschieden uns für die Autotour mit einem Besichtigungsstopp in der Mitte des Parkes.

Unterwegs kamen wir den Tieren sehr nah. Wir fuhren unter anderem an Löwen, Hirschen, Antilopen, Kamelen und immer wieder Vögeln mit ihrem flauschigen Nachwuchs vorbei. Bei unserem Stopp am Kongo-Parkplatz konnten wir uns noch einmal stärken und noch etwas durch den Park laufen. Das größte Highlight im Safaripark waren die Giraffen. Einige waren sehr neugierig und kamen auf die Autos zu. Die mutigste holte sich Blätter und kleine Zweige aus dem Lüftungsschacht vor unserer Windschutzscheibe und schleckte danach noch über die Scheibe.

Am späten Nachmittag fuhren wir müde und glücklich wieder Richtung Heimat. Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch in unserem schönen Nachbarland!“

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