Kultur

Die Kraft der Bilder gastiert im Afrika Museum

Das beeindruckende Bild von Sergey Ponomarev ist bei der Ausstellung zu sehen.

Foto: Sergey Ponomarev

Das beeindruckende Bild von Sergey Ponomarev ist bei der Ausstellung zu sehen. Foto: Sergey Ponomarev

Nimwegen.   Die World-Press-Photo-Ausstellung ist vom 17. November 2017 bis 4. März 2018 zu Gast im niederländischen Nimwegen.

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Ein gutes Bild sagt mehr als tausend Worte, es erweckt Aufmerksamkeit und bleibt in Erinnerung. Tagesaktuelle Nachrichten oder eindrucksvolle Reportagen sind ohne die dazugehörigen Pressefotos kaum vorstellbar. Die besten Bilder dieser Art werden alljährlich von der World Press Photo Foundation gekürt – 2017 bereits zum 60. Mal. Die preisgekrönten Fotos sind in 100 Städten und 45 Ländern weltweit zu sehen. Vom 17. November 2017 bis 4. März 2018 gastiert die Jubiläums-Ausstellung im Afrika Museum bei Nimwegen, direkt hinter der niederländischen Grenze.

Auf offener Straße steht eine junge Frau in einem eleganten Kleid, ihre Haltung ist aufrecht, sie wirkt gefasst. Unmittelbar gegenüber stehen zwei in schwarze Schutzausrüstung gekleidete Männer – Helm mit Visier, Protektoren am ganzen Körper. Es scheint, als weichen sie vor ihr zurück. Hinter den Männern stehen weitere derart ausstaffierte Polizisten. Passanten betrachten das Geschehen. Dieses Foto ist zum Symbol des Protests gegen Polizeigewalt gegenüber schwarzen Männern in den USA geworden. Und es hat den ersten Preis in der Kategorie „aktuelle Themen“ (Einzelaufnahmen) des diesjährigen World Press Photo-Wettbewerbs gewonnen. Es ist eines der vielen beeindruckenden, aussagestarken Fotos, die ausgezeichnet wurden.

Internationale Ausstellung ganz nah

In den verschiedenen journalistischen Darstellungsformen gehen Bild und Wort oft Hand in Hand. Doch ein Bild kann auch für sich stehen und oft viel einfacher das ausdrücken, was Worte nicht erklären können. Dieser Kraft der Bilder ist die World Press Photo Foundation sich bewusst. Seit mittlerweile 60 Jahren verfolgt sie das Ziel, diese Botschaft an die Menschen weltweit heranzutragen. Das diesjährige Ergebnis des Wettbewerbs, die Jubiläums-Ausstellung, zeigt Bilder von 45 Preisträgern aus 25 Ländern in acht Kategorien: aktuelle Themen, Alltag, allgemeine Nachrichten, langfristige Projekte, Natur, Menschen, Sport und Eilmeldungen.

In Deutschland ist die World Press Photo-Ausstellung beispielsweise in München und Berlin zu Gast. Von Nordrhein-Westfalen aus deutlich näher: ein Ausflug ins Nachbarland. Wenige Kilometer hinter der niederländischen Grenze wird das Afrika Museum zur Kulisse für die besten Pressefotos des Jahres. In der Regel tauchen Besucher hier in die Kunst, Kultur und Lebensweisen verschiedener afrikanischer Länder ein. Die Dauerausstellung wird jedoch regelmäßig durch andere Themen ergänzt. „Überall auf der Welt fangen Fotografen Gefühle, Orte und Ereignisse ein, halten sie mit ihrer Kamera für die Ewigkeit fest. Wir sind froh und auch ein wenig stolz, dass wir eine so renommierte Foto-Ausstellung wie die der World Press Photo Foundation im beschauliche Berg en Dal begrüßen dürfen“, sagt Stijn Schoonderwoerd, Geschäftsführer des Afrika Museums

Öffnungszeiten

Das Afrika Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Ausnahmen im Ausstellungs-Zeitraum (17. November 2017 bis 4. März 2018) sind der 1. Weihnachtstag und Neujahr. Der Eintritt für Erwachsene kostet 14 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre und Studenten sechs Euro. Die Ausstellung ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet.

Über das Afrika Museum

Das Afrika Museum in Berg en Dal ist das einzige Völkerkundemuseum der Niederlande, das speziell auf afrikanische Kunst und die Kulturen südlich der Sahara ausgerichtet ist. Die Kombination aus dem Innenmuseum mit seinen Ausstellungen und einem Freilichtmuseum, bei dem das Erleben im Mittelpunkt steht, macht das Afrika Museum zu einem interessanten Tagesausflugsziel für Besucher aller Altersgruppen. Weitere Informationen unter www.afrikamuseum.nl/de.

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