Flugbetrieb

Corona-Pandemie: Lufthansa streicht Flug-Angebot drastisch

Streichpläne bei Lufthansa. 125 Flieger bleiben am Boden.

Streichpläne bei Lufthansa. 125 Flieger bleiben am Boden.

Foto: Boris Roessler / dpa

Berlin/Essen.  Die Lufthansa kündigt „Wintermodus“ auch für Eurowings an. 125 Flugzeuge werden eingemottet. Das hat Auswirkungen für Düsseldorf und Köln/Bonn.

Die aktuellen Sparmaßnahmen und Einschränkungen reichen noch nicht. Der Lufthansa-Konzern fährt angesichts der vielen globalen Reisewarnungen und Corona-Beschränkungen den Flugbetrieb im Winter noch weiter zurück. Insgesamt 125 Flugzeuge sollen von Mitte Dezember an zusätzlich am Boden bleiben, der Flugplan weiter reduziert werden.

Lufthansa gibt Büroflächen am Flughafen Düsseldorf auf

„Unsere Airlines werden maximal ein Viertel ihrer Vorjahreskapazität anbieten können“, kündigte der Vorstand in einem Schreiben an die Belegschaft an und stimmte die rund 128.000 Mitarbeiter auf schärfere Einschnitte ein. Es würden weniger als ein Fünftel der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Der Geschäftsbetrieb werde deshalb weiter heruntergefahren und in einen „Wintermodus“ versetzt.

Der auf ein Viertel der normalen Kapazität reduzierte Winterflugplan soll nach dem Willen des Vorstands nun „mit den geringstmöglichen operativen und administrativen Ressourcen“ angeboten werden: Alle nicht dringend benötigten Flugzeuge und Crews sollen am Boden bleiben, in vielen Bereichen der Verwaltung soll die Kurzarbeit maximiert werden. Für die Konzerntochter Eurowings werden demnach im Winter weniger als 30 Flieger starten. Die Lufthansa-Zentrale wird größtenteils geschlossen, Eurowings gibt ihre Büroflächen am Flughafen Düsseldorf vollständig auf.

Düsseldorf: Eurowings derzeit größte Fluggesellschaft am Flughafen

Gerade für die Flughäfen könnte eine Reduzierung der Starts und Landungen bei der Lufthansa zu einem weitreichenden wirtschaftlichen Schaden führen.

Am Flughafen Köln/Bonn etwa zählt man derzeit rund 90 Passagierflüge am Tag, die Hälfte davon entfallen auf den Lufthansa-Konzern, insbesondere Eurowings, wie der Airport auf Anfrage erklärt. Eine Einschätzung zu den Plänen und den möglichen Auswirkungen wollte man aber am Montag nicht geben: „Mit kurzfristigen Prognosen zur Verkehrsentwicklung sind wir aufgrund der hohen Dynamik aktuell zurückhaltend“, so ein Sprecher.

Am Flughafen Düsseldorf hebt die Lufthansa derzeit bis zu 50 Mal wöchentlich nach München ab, heißt es auf Anfrage. Eurowings ist laut einem Sprecher derzeit die größte Fluggesellschaft am Flughafen und wolle ihr Engagement dort sogar noch ausbauen. Strecken sollen wieder aufgenommen und neue Ziele angeboten werden.

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