Kurzporträt

Hilfe, wo Hilfe nötig ist

Anke Meyer arbeitet sonst im Lädchen des Friedensdorfes. Jetzt koordiniert sie das Hilfsnetzwerk für Bürger in Oberhausen-Schmachtendorf in der Coronakrise.

Anke Meyer arbeitet sonst im Lädchen des Friedensdorfes. Jetzt koordiniert sie das Hilfsnetzwerk für Bürger in Oberhausen-Schmachtendorf in der Coronakrise.

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Oberhausen  Im Oberhausener Norden versorgt ein Netzwerk Nachbarn mit Einkäufen oder führt Hunde aus. Anke Meyer hofft, dass das Angebot angenommen wird.

Seit drei Jahren gibt es den Friedensdorf-Laden "Friedas Welt" in Oberhausen-Schmachtendorf. Jetzt musste Mitarbeiterin Anke Meyer die Ladentüren schließen. Doch statt nichts zu tun, überlegte sie, wie sie in der Krise helfen kann. Die Idee war schnell geboren: Ein Netzwerk soll gegründet, kostenlos Hilfe geleistet werden. Einkaufen, den Hund ausführen, Rezepte einlösen. 33 Personen im Alter von 15 bis 65 Jahren haben sich gemeldet. Noch gibt es wenig Arbeit für sie. "Im Moment sind viele Bürger noch versorgt", glaubt Anke Meyer. Aber es gebe bereits Anfragen, ob man demnächst auf das Angebot zurückgreifen könnte. Am Freitag ist sie Apotheken, Ärzte und Reinigungen abgefahren und hat dort Infoblätter mit der Telefonnummer verteilt. Denn ältere Menschen suchen solche Hilfe nicht über Facebook. Auch wenn "Friedas Welt" geschlossen hat, ist sie vor Ort, um Sachspenden entgegen zu nehmen, die vor der Tür abgestellt werden. "Ich hoffe, dass wir gestärkt aus der Krise gehen werden."

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