Wölfe

Hat sich ein Wolf am Niederrhein niedergelassen?

Wie gefährlich ist der Wolf?

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Wolf wieder in NRW heimisch wird. Der Naturschutzbund informiert deshalb in einer Ausstellung in der Zoom-Erlebniswelt über das Tier: Wie gefährlich ist der Wolf?

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Wolf wieder in NRW heimisch wird. Der Naturschutzbund informiert deshalb in einer Ausstellung in der Zoom-Erlebniswelt über das Tier: Wie gefährlich ist der Wolf?

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Am Niederrhein.   Erneut hat ein Wolf in Schermbeck ein Tier gerissen, dieses Mal ein Schaf. NRW-Umweltamt spricht erstmals von „Verdacht auf standorttreues Tier“.

Schon wieder: In Schermbeck hat ein Wolf ein Tier gerissen, dieses Mal ein Kamerunschaf. Das bestätigten die nordrhein-westfälischen Umweltbehörden am Mittwoch nach Auswertung einer Speichelprobe. Der Vorfall hatte sich bereits am 8. August zugetragen. Schafhalter in Schermbeck und Umgebung sind stark verunsichert – unter anderem wurden nach NRZ-Informationen alleine in der vergangenen Woche dreimal Schafe in diesem Bereich gerissen.

Laut Lanuv deute in diesen Fällen allerdings bisher alles eher auf Hundebisse hin, genauso wie auch bei dem toten Schaf, das am vergangenen Sonntag in Hünxe gefunden wurde. Der Vorfall vom 8. August ist der dritte bestätigte Wolfsnachweis in der Gemeinde Schermbeck binnen kurzer Zeit. Am Niederrhein insgesamt hatte es in diesem Jahr bereits eine Reihe Nachweise gegeben. Das Landesumweltamt (Lanuv) spricht erstmals vom „Verdacht auf einen standorttreuen Wolf“.

Die Hinweise mehren sich, dass sich ein Wolf in der Region niedergelassen haben könnte. Bis dato war in NRW immer nur von durchziehenden Tieren ausgegangen worden. Aber, wohlgemerkt: niedergelassen haben könnte! Ein Lanuv-Sprecher betonte auf NRZ-Nachfrage den Konjunktiv. Erst in der vergangenen Woche hatte das Amt - ebenfalls anhand einer Speichelprobe - bestätigt, dass ein im Juli von einem Jäger tot aufgefundenes Hirschkalb von einem Wolf gerissen worden war. Und schon im April hatte ein Wolf in Schermbeck Schafe gerissen.

Verstärktes Wolfsmonitoring im Kreis Wesel

Unklar ist bislang, ob es sich in diesen drei Fällen (oder auch anderen Niederrhein-Nachweisen) um den gleichen Wolf handelt. Fest steht aber, dass zumindest die jüngsten Schermbecker Nachweise ungewöhnlich sind. Im Sommer ist die Zugzeit der Jungwölfe eigentlich vorbei.

Die NRW-Umweltbehörden bemühen sich um Klarheit. Sie setzen jetzt auf ein verstärktes Wolfsmonitoring im Kreis Wesel. Fünf Wildkameras sollen extra dafür in der Region installiert werden. Die Hoffnung ist, Bilder des Wolfes zu erhaschen - sofern er denn tatsächlich noch vor Ort ist. Zudem sind Experten auf der Suche nach Kot- und Haarspuren. Erste Proben sollen auch schon vorliegen, wie die NRZ erfuhr.

Wie gefährlich ist der Wolf

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Wolf wieder in NRW heimisch wird. Der Naturschutzbund informiert deshalb in einer Ausstellung in der Zoom-Erlebniswelt über das Tier: Wie gefährlich ist der Wolf?
Wie gefährlich ist der Wolf?

Sollte sich tatsächlich ein Wolf niedergelassen haben, kann das Land mit Extrageldern die Anschaffung besonderer Hunde und Zäune fördern, mit denen Nutztierhalter ihre Herden schützen wollen. Überdies besitzt das Land schon jetzt mobile Elektroschutzzäune, allerdings nur einige wenige. Sie sollen Haltern in der Region zur Verfügung gestellt werden.

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