Ferienverkehr

Das müssen Urlauber zum Ferienbeginn in NRW beachten

261 000 Fluggäste erwartet der Düsseldorfer Flughafen zum Ferienauftakt vom 13. bis 15. Juli.

261 000 Fluggäste erwartet der Düsseldorfer Flughafen zum Ferienauftakt vom 13. bis 15. Juli.

Foto: imago

An Rhein und Ruhr.   Am Wochenende startet NRW in die Sommerferien. Wir haben bei der Bahn, am Flughafen und bei Straßen NRW nachgefragt, wo es besonders eng wird.

Nordrhein-Westfalen packt die Koffer. Am Freitag fangen im bevölkerungsreichsten Bundesland die großen Ferien an – und viele starten gleich am ersten Wochenende mit der Familie in den Urlaub. Dann wird’s eng am Flughafen, in den Zügen und auf den Autobahnen. Ein Überblick:

Auf den Straßen

„Spätestens ab 14 Uhr wird es sich auf vielen Strecken stauen“, sagt Volker Gronau von Straßen NRW. Bis 19 Uhr müssen Autofahrer mit Verzögerungen rechnen, in den Abendstunden wird es leerer. Besonders betroffen sind die A1 und die A31 Richtung Norden, sowie die A40, die A57 und die A61 in Richtung Niederlande.

Zumal nicht nur in NRW jede Menge Baustellen drohen. Laut ADAC gibt es derzeit 170 Baustellenabschnitte. „Auf der A1 werden Reisende vor allem in den Bereichen Dortmund/Unna, Osnabrück und Bremen am Freitagnachmittag wahrscheinlich lange im Stau stehen“, meint Gronau. Wegen Brückenarbeiten sind im Raum Bremen nur zwei Fahrspuren frei.

Wer mit Ziel Niederlande unterwegs ist, sollte beachten, dass die A61 ab Freitagabend bis Montagmorgen zwischen Nettetal-West und dem Grenzübergang Grenzwald in Richtung Venlo wegen Brückenarbeiten gesperrt ist. „Auch auf der A3 wird es am Freitag zwischen Köln und Oberhausen in beide Richtungen garantiert sehr voll“, so der Experte.

Die gute Nachricht: Am Samstag und Sonntag ist laut Straßen NRW eine entspanntere Verkehrslage zu erwarten. „Wer kann, sollte erst ab Samstagmittag oder am Sonntag losfahren“, rät Volker Gronau von Straßen NRW.

Auch in den restlichen Ferienwochen entzerre sich der Verkehr. „Den klassischen Bettenwechsel nach drei Wochen gibt es nicht mehr“, so Gronau.

„Deswegen ist eigentlich nur der erste Ferientag problematisch.“ Etwas Erleichterung soll außerdem das erweiterte Lkw-Fahrverbot bringen, das seit Anfang Juli bis Ende August auch samstags tagsüber gilt.

Auf den Schienen

Viele Baustellen plant die Deutsche Bahn lange im Voraus, eine günstige Zeit sind dafür die Ferien. „In dieser Zeit sind weniger Pendler unterwegs“, erklärt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. In der Region gibt es zwei große Streckensperrungen in den Sommerferien, die ab Samstag, 14.Juli, für Verzögerungen sorgen.

Zum einen wird die Gleisstrecke zwischen Ratingen-Ost und Essen Hauptbahnhof saniert. Dadurch fährt die Pendlerlinie S6 nicht, die zwischen Essen, Ratingen und Düsseldorf verkehrt. Bis zum Sonntag, 12.August, pendeln Busse.

Zum anderen wird die Strecke zwischen Dortmund und Hamm vollgesperrt in den gesamten Sommerferien und darüber hinaus – bis zum 10. September. Dabei werden der Regionalexpress(RE) der Linie 1 (Aachen - Hamm), der RE3 ( Düsseldorf - Hamm) und der RE11( Kassel über Hamm nach Düsseldorf) umgeleitet. Der RE6 fällt aus.

Für die Strecke von Dortmund über Kamen bis nach Hamm setzt die Deutsche Bahn Busse als Schienenersatzverkehr ein. Für Reisende, die die Züge zu Ferienbeginn nutzen, kann die Bahnfahrt stressig werden, gerade wenn anfangs Pendler und Urlauber unterwegs und die Bahnen mehr ausgelastet sind.

„Wir empfehlen Familien, die am ersten Ferienwochenende mit der Bahn reisen, Sitzplätze zu reservieren“, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Einige Urlauber entdecken Deutschland und europäische Länder wie Spanien oder Italien – auch mit dem Interrail-Pass.

„In den letzten Jahren stellen wir hier eine erfreuliche Entwicklung fest, vor allem bei jungen Reisenden“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Große Auswirkung auf die Auslastung in den Zügen habe es nicht.

Am Flughafen

261 000 Fluggäste erwartet der Düsseldorfer Flughafen zum Ferienauftakt vom 13. bis 15. Juli. Auf den Hauptreiseverkehr stellt sich der Airport mit einem breiten Maßnahmenpaket vor: Personal wird an vielen Stellen aufgestockt, die räumliche Situation vor den Sicherheitskontrollen verbessert.

Aktuelle Wartezeiten werden über Monitore angezeigt – Passagierlenker sind an den drei Flugsteigen im Einsatz. Spitzentag der Ferien mit dem höchsten Passagieraufkommen wird voraussichtlich der kommende Sonntag mit etwa 90 000 Reisenden bei rund 630 Starts und Landungen sein.

Auch der Flughafen Köln/Bonn rechnet mit hohen Passagierzahlen. Über 2,1 Millionen Menschen werden vom 13. Juli bis 13. August am Flughafen erwartet. Das sind über 130 000 mehr als im vergangenen Jahr. Und wohin geht’s? Das alljährliche Lieblingsziel Palma de Mallorca liegt bei Urlaubsreisenden auf dem ersten Platz.

Am Flughafen Weeze hat bereits am letzten Wochenende die Ferienzeit begonnen, denn: In Teilen der Niederlande sind schon Schulferien. Am kommenden Wochenende rechnet der Airport mit 18 000 Fluggästen. Alle drei Flughäfen raten: Frühzeitig kommen, Dokumente auf ihre Gültigkeit prüfen und die Handgepäck-Bestimmungen beachten.

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