Stichtag: 30. Juni. Bis dahin muss das Ruhrgebiet eigentlich entschieden haben, ob es den Zuschlag für die Internationale Gartenschau (IGA) im Jahr 2027 wieder zurückgibt oder nicht. Doch noch immer gibt es kein klares Signal aus Düsseldorf. Steht das Land NRW als zentraler Zuschussgeber und -verteiler hinter dem Projekt, das der Region starke städtebauliche und wirtschaftliche Impulse geben soll?
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Auf Antrag der SPD gibt es am Mitwoch (21. Juni) im Landtag eine Sondersitzung des Ausschusses für Heimat, Kommunales, Wohnen und Bauen. Auf der Agenda steht ein Bericht der Landesregierung zu den IGA-Plänen. Das Kommunal-Ministerium von Ina Scharrenbach (CDU) hatte in der Vergangenheit Zweifel geäußert, ob eine Internationale Gartenschau das richtige Instrument sei, um die Region nach vorn zu bringen.
Gartenschau kostet 88 Millionen Euro
Eine IGA 2027 würde in der bereits abgespeckten Version 88 Millionen Euro in der Durchführung kosten (getragen von Städten und Regionalverband Ruhr), dazu 200 Mio Euro brutto an öffentlichen Investitionen für Projekte und Flächen (netto: 168 Mio).
Der Entscheidungsdruck wächst. Immer mehr Städte aus dem Ruhrgebiet fordern die Landesregierung auf, sich klar für die Schau zu positionieren. Eine entsprechende Resolution kam jüngst vom Essener Stadtrat, weitere liegen vor aus Mülheim, Gelsenkirchen, Hamm und Hagen.
In Oberhausen steht eine Resolution am 25. Juni auf der Tagesordnung, in Duisburg am 2. und in Herne am 10 Juli. In Bochum tagt der Stadtrat am 12. Juli, über eine Resolution wird noch beraten.