Amokfahrt

Amokfahrt in Münster – Polizei stellt Ermittlungen ein

Ein 48-jähriger Mann fuhr am 7. April in Münster in eine Menschenmenge.

Ein 48-jähriger Mann fuhr am 7. April in Münster in eine Menschenmenge.

Foto: dpa (Archivfoto)

Münster.  Der Mann, der in Münster in eine Menschenmenge fuhr, handelte offenbar alleine. Das steht für die Polizei nach dreimonatiger Ermittlung nun fest.

Drei Monate nach der Amokfahrt von Münster mit insgesamt vier Toten hat die Polizei die Ermittlungen zur Tat eingestellt. Es sei für die Ermittler jetzt klar, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt habe, sagte Polizeisprecher Andreas Bode der Deutschen Presse-Agentur. "Das Motiv lag ausschließlich bei dem toten Amokfahrer, es gab keine Mittäter", stellte Bode klar.

Mit der Waffe des Amokfahrers seien zuvor auch keine anderen Straftaten begangen worden. "Das hat die ballistische Untersuchung der gefundenen Projektile durch das Landeskriminalamt ergeben", sagte Bode. In der Datenbank des Bundeskriminalamtes habe ein Abgleich keinen Treffer gebracht. Abschließend prüft jetzt die Staatsanwaltschaft Münster, ob das Ermittlungsverfahren eingestellt wird.

Täter hatte offenbar psychische Probleme

Bei der Amokfahrt des 48 Jahre alten Jens R. am 7. April 2018 in der Altstadt von Münster waren neben dem Fahrer eines Kleinbusses drei Menschen getötet und über 20 zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Im Anschluss an seine Amokfahrt hatte sich der deutsche Täter sich selbst erschossen. Dazu nutzte er eine Waffe aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Jens R. in Suizidabsicht handelte. Der Vater des 48-Jährigen nimmt an, dass ein psychisches Leiden seinen Sohn zu der Amokfahrt trieb. Diese Krankheit habe ihn in zwei Welten leben lassen, sagte er. Sein Sohn habe an "Verfolgungswahn" gelitten. (dpa)

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