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Zustimmung zu Jamaika-Koalition bricht laut Umfrage ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel, der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner und Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sollten sich mit ihren Sondierungsgesprächen beeilen – denn die Zustimmung zu Jamaika sinkt.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel, der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner und Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sollten sich mit ihren Sondierungsgesprächen beeilen – denn die Zustimmung zu Jamaika sinkt. Foto: Michael Kappeler / dpa

Berlin  Die Sondierungen von Schwarz-Gelb-Grün ziehen sich hin. An Beliebtheit gewinnen kann dabei keiner. Vor allem einer steht unter Druck.

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Rund drei Wochen nach Beginn der Jamaika-Sondierungen ist die bundesweite Zustimmung zu einem möglichen Bündnis von Union, FDP und Grünen stark gesunken. Nach dem aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ fänden derzeit nur noch 45 Prozent der Bürger eine Jamaika-Koalition gut oder sehr gut.

Das sind zwölf Punkte weniger als bei der letzten Erhebung Anfang Oktober, wie der WDR mitteilte. 52 Prozent bewerten ein solches Bündnis inzwischen als weniger gut beziehungsweise schlecht – das entspricht einem Plus von zwölf Prozent im Monatsvergleich.

Jamaika verliert vor allem bei Grünen-Wählern

Bei den Grünen-Anhängern sank die Zustimmung besonders stark von 76 auf jetzt nur noch 55 Prozent. Bei den FDP-Wählern ging sie von 80 auf 71 Prozent zurück, bei den Unions-Anhängern von 72 auf 70 Prozent.

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In der zweiten Runde der Sondierungsverhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung sollen die Chancen für Kompromisse ausgelotet werden.
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Zugleich büßte Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich an Beliebtheit ein. Die CDU-Vorsitzende verlor sechs Punkte im Vergleich zum Vormonat, nur noch 57 Prozent der Deutschen zeigen sich zufrieden mit ihrer politischen Arbeit.

Druck auf Seehofer wächst

Währenddessen wächst der Druck auf CSU-Chef Horst Seehofer. Die Zufriedenheit mit ihm rutscht um acht Punkte auf 28 Prozent ab. 62 Prozent der Bürger sind außerdem der Ansicht, dass sich der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende nach dem Ende der Jamaika-Gespräche von seinen politischen Ämtern zurückziehen sollte. Zugleich findet mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent), dass die CSU unverhältnismäßig viel Macht in der Union hat.

Grünen-Parteichef Cem Özdemir verbessert sich leicht auf 54 Prozent Zustimmung (plus 1), FDP-Chef Christian Lindner verliert und kommt auf 45 Prozent (minus 3). Im SPD-Lager schneidet Fraktionschefin Andrea Nahles (38 Prozent) erneut besser ab als Parteichef Martin Schulz (35).

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68 Prozent der Deutschen glauben der Umfrage zufolge, dass eine Jamaika-Koalition zustande kommen wird. In der Sonntagsfrage bleibt die Union (30 Prozent) vor SPD (21), AfD (13), FDP (12), Grünen (11) und Linken (9). (dpa)


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