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Volker Bruch stellte Mitgliedsantrag bei Querdenker-Partei

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Corona: Heftige Debatte um #allesdichtmachen Aktion

Corona: Heftige Debatte um #allesdichtmachen Aktion

Die Satire-Aktion #allesdichtmachen gegen die Corona-Politik erhitzt die Gemüter. Mit der Aktion kritisieren Schauspieler die Corona-Politik und ernten Empörung. Mehr dazu im Video.

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Berlin.  "Babylon Berlin"-Star Volker Bruch hat einen Mitgliedsantrag bei "Die Basis" gestellt, wie die Querdenker-Partei selbst bestätigt.

Schauspieler Volker Bruch hat einen Mitgliedsantrag bei der Querdenker-Partei "Die Basis" gestellt. Das bestätigte David Claudio Siber, der Medienbeauftragte der Partei, dem "Spiegel". Zuvor hatte netzpolitik.org nach Einsicht in die Dokumente darüber berichtet.

Nach eigenen Angaben konnte netzpolitik.org eine auf Mitte April datierte Mitgliederliste einsehen: Die Liste stamme aus einem Datenleck, das im vergangenen Monat bekannt wurde. Demnach soll die vorläufige Mitgliedsnummer des Schauspielers auf "967" enden. Als Bruchs Eintrittsdatum wird der 13. März 2021 genannt.

Beiden Medienberichten zufolge ist die Parteimitgliedschaft allerdings noch nicht vollzogen. Das Verfahren laufe noch, da Bruch noch abschließend identifiziert werden müsse. Neumitglieder müssten demnach ihren Personalausweis in eine Webcam halten.

Siber zufolge könne man allerdings bereits mit Gewissheit sagen, dass es sich bei dem Antragsteller tatsächlich um den Schauspieler handele, schreibt netzpolitik.org. Ein Statement von Volker Bruch steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus. "Die Basis" wurde letztes Jahr als Reaktion auf die staatlichen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus ins Leben gerufen.

Volker Bruch erregte mit #allesdichtmachen-Kampagne Aufsehen

In den vergangenen Wochen hatte der "Babylon Berlin"-Darsteller bereits viel Aufsehen erregt. Bruch gilt als einer der Initiatoren der Aktion #allesdichtmachen. Mit der Kampagne stellten sich rund 50 Schauspieler und Schauspielerinnen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen.

Die Aktion wurde von der breiten Bevölkerung sowie Expertinnen und Experten stark kritisiert. Innerhalb der "Querdenken"-Bewegung wurde die Kampagne allerdings euphorisch gefeiert. Dabei hatten die Verantwortlichen von #allesdichtmachen eine Verbindung zur "Querdenken"-Bewegung entschieden von sich gewiesen.

Laut "Spiegel" habe Bruch auch am Set von "Babylon Berlin" mit seinem Verhalten für Irritationen gesorgt. So habe sich der Darsteller vom Tragen einer Maske befreien lassen - weshalb das Hygienekonzept der Produktion offenbar angepasst werden musste. Auch habe Bruch gegen die Alkohol- und Abstandsverbote verstoßen. (day)

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