Treibstoff

Unterstützt Russland die afghanischen Taliban mit Diesel?

Laut einem Bericht der „Times“ liefert Russland monatlich Diesel im Wert von 2,5 Millionen Dollar an die afghanischen Taliban.

Laut einem Bericht der „Times“ liefert Russland monatlich Diesel im Wert von 2,5 Millionen Dollar an die afghanischen Taliban.

Foto: imago stock&people

Kabul  Einst vertrieben die Taliban die Sowjets aus Afghanistan – mit Hilfe der USA. Nun scheinen sich die Verhältnisse umgekehrt zu haben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Russland soll nach einem Bericht der „Times“ (Bezahlangebot) die radikalislamischen Taliban in Afghanistan mit Diesellieferungen im Wert von 2,5 Millionen Dollar monatlich unterstützen. Die britische Zeitung zitiert einen anonymen Taliban-Schatzmeister, dem zufolge russische Geheimdienstmitarbeiter seit etwa 18 Monaten Flotten von Tankwagen über die Grenze mit Usbekistan schicken.

„Die Russen geben uns das umsonst“, erklärte der Mann der „Times“ zufolge. „Wir zahlen nur die Importsteuern.“ Der Treibstoff werde an Unternehmen der Taliban geliefert, die ihn „an „Geschäftsleute in Kabul“ verkauften. Ähnliche Vorwürfe erheben afghanische und US-Generäle schon länger gegen Russland.

Russische Politiker weisen die Vorwürfe zurück

US-Generäle werfen Moskau vor, den US-Einsatz in Afghanistan untergraben zu wollen. Die Taliban, die wieder weite Teile Afghanistans beherrschen, erklären dagegen, keine Hilfe aus Russland zu bekommen. Auch russische Politiker weisen die Vorwürfe zurück.

Ende eines Martyriums: Familie aus Taliban-Geiselhaft befreit

Die aus jahrelanger Geiselhaft in Pakistan freigelassene Familie Boyle ist wohlbehalten nach Kanada zurückgekehrt. Joshua Boyle und seine Frau waren 2012 während einer Pilgerfahrt in Afghanistan ...
Ende eines Martyriums: Familie aus Taliban-Geiselhaft befreit

Ein Taliban-Sprecher war nicht unmittelbar wegen des Zeitungsberichts erreichbar. In den 1980er-Jahren hatten die Taliban auch mit Hilfe der USA und Saudi-Arabiens die sowjetischen Truppen aus Afghanistan vertrieben. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben