GroKo

Große Mehrheit im SPD-Vorstand für Koalitionsverhandlungen

GroKo-Durchbruch: Darauf haben sich die Parteien geeinigt

Große Koalition: Der Weg ist frei für eine neue Bundesregierung. Reporterin Johanna Rüdiger war vor Ort und berichtet, worauf sich CDU, CSU und SPD geeinigt haben – und wie es jetzt weiter geht.
Fr, 12.01.2018, 14.01 Uhr

Große Koalition: Der Weg ist frei für eine neue Bundesregierung. Reporterin Johanna Rüdiger war vor Ort und berichtet, worauf sich CDU, CSU und SPD geeinigt haben – und wie es jetzt weiter geht.

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Berlin  Die drei Parteichefs Merkel, Schulz und Seehofer wollen erneut eine große Koalition. Nun stimmte auch die Sondierungsgruppe der SPD zu.

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Dreieinhalb Monate nach der Bundestagswahl haben die Spitzen von Union und SPD ihren Parteigremien Koalitionsverhandlungen empfohlen . Das teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Martin Schulz und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer am Freitag nach einer mehr als 24-stündigen Marathonsitzung in Berlin mit.

Der SPD-Vorstand sprach sich am Freitagnachmittag mit großer Mehrheit für Koalitionsverhandlungen mit der Union aus. Nach kontroverser Diskussion über die mit CDU und CSU ausgehandelten Sondierungsergebnisse stimmten von den mehr als 40 Mitgliedern des Spitzengremiums nur sechs gegen formelle Verhandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Zuvor hatten die rund 40 Unterhändler nach Angaben der Parteichefs einstimmig für ein Sondierungspapier gestimmt, das Grundlage für die Koalitionsverhandlungen sein soll. In der SPD soll es allerdings nach dpa-Informationen eine Enthaltung gegeben haben.

SPD-Basis muss noch zustimmen

Jetzt müssen die Parteigremien noch zustimmen. Bei der Union dürfte es keine Probleme geben. In der CSU sei ein Parteitag nicht notwendig, sagte Seehofer.

In der SPD ist die große Koalition aber höchst umstritten. Am 21. Januar soll ein SPD-Parteitag in Bonn grünes Licht für den Start von Koalitionsverhandlungen geben. Geschieht dies, können die Koalitionsverhandlungen bereits am 22. Januar beginnen - fast genau vier Monate nach der Bundestagswahl. (dpa)

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