Bundestagswahl

SPD: Ziele und Mitglieder – Die wichtigsten Fakten

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Klingbeil und Esken neues Führungsduo der SPD

Klingbeil und Esken neues Führungsduo der SPD

Saskia Esken und Lars Klingbeil sind das neue Führungsduo der SPD. Esken, die schon seit zwei Jahren Parteichefin ist, erhielt auf dem Bundesparteitag der Sozialdemokraten 76,7 Prozent der Stimmen. Der bisherige Generalsekretär Klingbeil erhielt 86,3 Prozent.

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Berlin  Die SPD ist die älteste Partei Deutschlands. Doch wofür setzt sie sich ein? Die wichtigsten Fakten zur Partei der Sozialdemokraten.

  • Die SPD ist die älteste Partei Deutschlands
  • Traditionell vertreten die Sozialdemokraten die Interessen von Arbeiterinnen und Arbeiter
  • Ziele, Mitglieder und die wichtigsten Fakten: Das sollten Sie über die Partei wissen

Die Geschichte der SPD umfasst mehr als 150 Jahre. Damit gelten die Sozialdemokraten als die älteste noch bestehende Partei Deutschlands – wenn man ihre Vorläufer mit einrechnet: Der „Allgemeine Deutsche Arbeiterverein“ wurde 1863 gegründet.

Schaut man sich die Wahlergebnisse an, ist die SPD inzwischen etwas altersschwach: Seit Mitte der 2000er-Jahre steckt die SPD in der Krise. Lag sie bei der Bundestagswahl 2005 noch fast gleichauf mit der Union, fiel sie 2009 auf das bis dato schlechteste Wahlergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik zurück. 2017 wurde es dann noch bitterer: Die Wahl mit dem Kanzlerkandidaten Martin Schulz endete mit einem neuen Minusrekord - nur 20,5 Prozent der Stimmen konnte die SPD erreichen.

Mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz gewann die SPD bei der Bundestagswahl 2021 aber wieder deutlich an Beliebtheit dazu - und führt jetzt die rot-grün-gelbe Bundesregierung an. Alle wichtigen Fragen zur Partei beantwortet dieser Überblick.

Welche Ziele verfolgt die SPD?

Die SPD will bei einer Regierungsbeteiligung in der nächsten Legislaturperiode die Hartz-IV-Grundsicherung durch ein neues Bürgergeld zu ersetzen. Außerdem soll der Mindestlohn steigen, das Steuerrecht reformiert und ein Tempolimit auf den deutschen Autobahnen durchgesetzt werden. Mehr zum Wahlprogramm 2021 lesen Sie hier.

Parteiführung: Wer gehört zum Spitzenpersonal der SPD?

Der SPD-Bundesparteitag wählte am 11. Dezember 2021 Saskia Esken und Lars Klingbeil zu Vorsitzenden. Klingbeils vorheriges Amt als Generalsekretär übernahm Ex-Juso-Chef Kevin Kühnert. Die Delegierten bestätigen das digitale Wahlergebnis per Briefwahl.

Klingbeil und Esken neues Führungsduo der SPD
Klingbeil und Esken neues Führungsduo der SPD

Wie viele Mitglieder hat die SPD?

Im November 2020 hatte die SPD gut 404.000 Mitglieder. Die Zahlen befinden sich im freien Fall - denn kurz nach der Wende kamen die Sozialdemokratinnen und -demokraten noch auf über 943.000 Mitglieder. Trotzdem ist sie damit immer noch die größte Partei Deutschlands.

Wie hoch ist das Durchschnittsalter der SPD-Mitglieder?

2019 lag das Durchschnittsalter der SPD-Mitglieder bei 60 Jahren. Damit teilt sie sich den zweiten Platz der Parteien mit den ältesten Mitgliedern mit der CSU. Älter sind nur noch die Mitglieder der CDU – die sind nämlich im Durchschnitt 61 Jahre alt.

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Welche Großspenden bekam die SPD zuletzt?

Im Jahr 2020 bekam die SPD nur eine einzige Großspende über 50.000 Euro. Kurz vor Weihnachten, am 23.12., spendete der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e.V. den Sozialdemokraten 50.001 Euro. Neuere Daten werden erst später bekannt.

Wie viele Kanzler stellte die SPD?

Die SPD stellte bisher drei Kanzler, die insgesamt 20 Jahre an der Macht waren: Willy Brandt bekleidete das Amt von 1969 bis 1974, Helmut Schmidt von 1974 bis 1982 und Gerhard Schröder von 1998 bis 2005. Helmut Schmidt war bislang der einzige Bundeskanzler, der durch ein Konstruktives Misstrauensvotum gestürzt wurde.

Der vierte Sozialdemokrat, der eine Bundesregierung leitet, ist nun Olaf Scholz. Er wurde am 8. Dezember vom Bundestag gewählt und vereidigt.

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Wie oft war die SPD an der Regierung beteiligt?

Die SPD war seit 1949 an zwölf Regierungen beteiligt. Das erste Mal war es 1966 für die Sozialdemokratinnen und -demokraten soweit, als die Partei eine große Koalition unter Kurt Georg Kiesinger.

Welche Koalitionen ist die SPD eingegangen?

Die SPD-geführten Regierungen unter den Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt koalierten jeweils mit der FDP. Unter Bundeskanzler Gerhard Schröder schloss die SPD zweimal eine Koalition mit Bündnis 90/Die Grünen.

Als Juniorpartner koalierte die SPD unter Kanzler Kurt Georg Kiesinger mit der CDU - ebenso wie in drei Regierungen der aktuellen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Seit Dezember 2021 führt die SPD eine sogenannte Ampel-Koalition mit FDP und Grünen an.

Welche Minister hat die SPD gestellt?

Betrachtet man den Zeitraum bis zum Antritt der Ampel-Koalition, so hatten 74 SPD-Mitglieder Ministerposten inne, darunter waren 19 Frauen. 29 traten von ihren Ministerposten zurück; mit eingerechnet sind auch diejenigen, die ihre Rücktritte einreichten, weil sie einen anderen Ministerposten oder ein anderes Amt übernahmen.

Rechnet man die Ministerinnen und Minister aus dem aktuellen Kabinett unter Olaf Scholz hinzu, so kommt die SPD Stand heute 81 Posten.

(fmg)

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