Designathon

Kinder suchen Lösungen für Herausforderungen der Zukunft

Lena, Nele und Tabea (v.l.) beim Global Children´s Designathon zum Thema Wasser im Social Impact Lab auf dem Ruhrorter Haniel-Campus.

Foto: Stephan Eickershoff

Lena, Nele und Tabea (v.l.) beim Global Children´s Designathon zum Thema Wasser im Social Impact Lab auf dem Ruhrorter Haniel-Campus. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Das Social Impact Lab auf dem Haniel-Campus in Ruhrort war Schauplatz des Global Children´s Designathon. Das Thema: Zukunftsideen für das Wasser.

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Nach jedem Argument schiebt Mert seine Brille ein bisschen höher auf den Nasenrücken. Er diskutiert mit Till-Luca über Wassergewinnung im Weltall. Die Jungs überlegten sich vergangenen Samstag beim „Designathon“ – einem Technologie-Workshop für Kinder – zukunftsfähige Ideen rund um das Thema Wasser. Bei Haniel, im Social-Impact-Lab, entwarfen 14 Kinder Ideen für eine bessere Zukunft.

Herausforderungen mit Wasser gibt es genug: Wasserqualität, Wasserknappheit oder Überschwemmungsrisiken. Die Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums denken Schritt für Schritt, um am Nachmittag eine Lösung präsentieren zu können. Als erstes gilt es, ein Problem ausfindig zu machen. Für Mert und Till-Luca ist die Sache schnell klar. „Es gibt zu wenig gutes Wasser, besonders in Afrika herrscht Wasserknappheit“, erklärt Till-Luca, Siebtklässler. Mert ergänzt rational und nebenbei die Brille hochschiebend, „dass Wasser aus zwei Stoffen besteht. Wasser- und Sauerstoff.“ Die Visionäre nähern sich einer Lösung.

Kreativ sein und Lösungen finden

„Die Kinder sollen Forscher sein“, sagt Ivonne Bochert. Sie organisiert die gesellschaftlichen Engagements von Haniel. Das Konzept vom „Designathon“ hat sie überzeugt. „Es geht um Nachhaltigkeit, kreativ zu sein und Lösungen zu finden, um die Welt zu verbessern“, berichtet Bochert. Zum dritten Mal findet das Projekt für Kinder, die zwischen sieben und zwölf Jahre alt sind, statt. Duisburg ist der einzige Standort in Deutschland, der an der globalen Aktion teilnimmt. Ansonsten tüfteln Kinder aus Amsterdam, Dublin oder Vancouver an neuen Ideen für die Zukunft – insgesamt 18 Städte weltweit beteiligen sich am „Designathon“.

Mert und Till-Luca überlegen derweil, wie frisches Wasser generiert werden könnte. „Gasriesen. Es gibt Planeten, die haben Unmengen an Wasser- und Sauerstoff“, wirft Sechstklässler Mert ein. Damit müsse sich doch was anfangen lassen. Das Potenzial dieser Ressourcen im All leuchtet Till-Luca ein, „bloß wie kriegen wir die Stoffe von den Planeten auf die Erde?“, fragt er sich. Das Duo arbeitet akribisch im Social-Lab, Unterstützung von den „Design-Thinking“-Pädagogen brauchen sie nicht. Dann die Eingebung: Ein Roboter soll’s machen.

Kinder bauen das „Hydro-Bot-Modell“

„Wir nennen ihn Hydro-Bot“, sagt Till-Luca stolz. Die beiden machen sich daran, ihren Hydro-Bot als Modell zu bauen. Auch das gehört mit zum „Designathon“ – die Ideen anschaulich, begreifbar machen. Sie basteln ihre Roboter. Ihre Vision, die sie bei der Präsentation mit den restlichen Kindern und den Eltern teilen: Der Hydro-Bot soll in ferner Zukunft Wasser- und Sauerstoff von Gasriesen sammeln, zu Wasser umwandeln und sauberes Trinkwasser zur Erde bringen. „Ganz im Sinne von Haniel, eine sehr enkelfähige Erfindung vom kreativen Forscherduo“, findet Ivonne Bochert.

Mehr als 5000 Jungforscher seit 2014

Die „Designathon“-Workshops für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren finden in Schulen, Feriencamps oder Museen statt. Seit 2014 haben über 5000 Kinder weltweit daran teilgenommen. Zu den Veranstaltern gehören eine Reihe von Unternehmen, Organisationen und Initiativen, unter andem Haniel.

Die Workshops gibt es auch für Erwachsene. Wie bei den Kindern geht es um eine kreative Herangehensweise an komplexe Themen bis zur gemeinsamen Entwicklung einer Lösung.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen gibt es im Internet: www.designathonworks.de

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