Studium

An NRW-Unis soll wieder Anwesenheitspflicht gelten

Foto: dpa / Jens Kalaene

Düsseldorf.  Studenten in NRW müssen sich wohl bald wieder häufiger im Hörsaal blicken lassen. Die neue Regierung will die Anwesenheitspflicht wiederbeleben.

Universitäten in Nordrhein-Westfalen sollen künftig wieder die Anwesenheitspflicht der Studierenden in Seminaren verlangen können. NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) kündigte am Mittwoch an, das unter der rot-grünen Vorgängerregierung eingeführte "starre Verbot" von Anwesenheitspflichten in klassischen Seminaren abzuschaffen.

Die neue CDU/FDP-Regierung werde das Hochschulgesetz novellieren und "zentralistische Instrumente und bürokratische Vorgaben abschaffen", sagte sie laut Redetext im Wissenschaftsausschuss des Landtags.

Verpflichtende Studienberatung angedacht

Für die wichtige Studieneingangsphase wolle die Regierung prüfen, "wo eine verpflichtende Studienberatung sinnvoll sein kann", sagte Pfeiffer-Poensgen. Außerdem solle die Anerkennung elektronischer Prüfungsleistungen geprüft werden. Ziel sei nicht, die Präsenzlehre zurückzufahren, sondern sie mit neuen Formaten "zu bereichern". So könnten etwa digitale Lehrangebote helfen, den unterschiedlichen Lebenssituationen der Studierenden gerecht zu werden.

Die neue Landesregierung will nach Worten der Ministerin künftig Studium und Lehre qualitativ verbessern, nachdem in den vergangenen Jahren angesichts der steigenden Studierendenzahlen vor allem zusätzliche Studienplätze geschaffen worden seien. Nach aktuellen Prognosen sei damit zu rechnen, dass die Studentenzahlen nicht signifikant weiter stiegen. (dpa)

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