Ruhestand

3000 Euro Rente pro Monat: Wer hat das Unmögliche erreicht?

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Rente: Diese Änderungen sollen mit Ampel-Koalition kommen

Rente: Diese Änderungen sollen mit Ampel-Koalition kommen

Das Rentenmodell in Deutschland wird sich ändern: Unter anderem mit Aktienfonds will die Regierung nun die Rente für die Zukunft sichern.

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Berlin  2020 ist es in Deutschland 40 Rentnern gelungen, was lange als unmöglich galt: Sie erhielten mehr als 3000 Euro Rente – pro Monat.

  • Eine gesetzliche Rente von mehr als 3000 Euro pro Monat zu erhalten galt in Deutschland lange als nicht erreichbar
  • Doch einigen Rentnerinnen und Rentnern ist es 2021 gelungen, Rekordbezüge zu erhalten
  • Wir zeigen, wie sie das geschafft haben

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat es in einem Datenblatt mit kommenden Rentenwerten selbst vorgerechnet. Wer von 1977 bis zum Renteneintritt 2022 immer den höchsten Betrag einbezahlt, bekommt am Ende 2.962 Euro Brutto-Rente ausbezahlt. Die magische Grenze von 3000 Euro bleibt unnerreicht.

Doch 2020 ist 40 Rentnern genau dieses Kunststück gelungen. Laut dem aktuellen Rentenversicherungsbericht, bekommen sie aus der gesetzlichen Rentenkasse monatlich mehr als 3000 Euro ausbezahlt. Wie haben Sie die das geschafft?

Rekord-Rente: So ist sie möglich

Zunächst einmal müssen Versicherte für die sogenannte Maximalrente volle 45 Versicherungsjahre in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlen. Die DRV errechnet dann die monatliche Rente anhand der Rentenpunkte. Der oder die Versicherte sammelt diese im Laufe seines Arbeitslebens.

Für jedes Jahr, in dem die jeweilige Person das Durchschnittgehalt aller Versicherten verdient (aktuell rund 3380 Euro brutto im Monat), erhält sie genau einen Rentenpunkt. Der ist im Westen zur Zeit 34,19 Euro und im Osten 33,47 Euro wert.

Grob gerechnet gilt also: Wer 45 Jahre immer genau Beiträge nach dem Durchschnitt einzahlt, würde am Ende im Monat 1538,55 Euro (West) oder 1506,15 Euro (Ost) als Rente ausbezahlt bekommen.

Rente: Selbst Spitzenverdiener schaffen die 3000 kaum

Wer jedoch mehr verdient als der Durchschnitt, zahlt auch mehr in die Rentenkasse ein und bekommt deswegen auch mehr Rentenpunkte. Doch auch nach oben gibt es mit der Beitragsbemessungsgrenze ein Limit.

Diese liegt in den neuen Bundesländern aktuell bei jährlich 80.400 Euro und in den alten Bundesländern bei 85.200 Euro. Liegt das eigene Jahresgehalt so hoch oder höher, gibt es dafür pro Jahr 2,04 Rentenpunkte. Das macht mit den Werten der Rentenversichung aus dem Jahr 2020 bei 45 Beitragsjahren eine monatliche Rente von satten 3.138 Euro.

Die Rechnung ist in dieser vereinfachten Form jedoch äußerst unrealistisch. Denn nur sehr wenige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen schaffen es überhaupt 45 Jahre ununterbrochen in die Rentenkasse einzuzahlen. Noch seltener sind Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die zusätzlich in dieser Zeit immer ein Spitzengehalt verdienen.

Auch auf die Rekord-Rentner und -Rentnerinnen trifft das nicht zu. Sie knackten die 3000er-Grenze, indem sie 50 und mehr Jahre in die Rentenkasse einzahlten, informierte die DRV. (jasc)

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